Tansania: weitere Übergriffe auf Kirchen in Sansibar

Die ostafrikanischen Insel Sansibar gilt ja eher nicht als Brennpunkt der Weltpolitik und so können Entwicklungen, die dort stattfinden nicht unbedingt eine allzugroße Priorität für sich beanspruchen. 

Tansania

Deshalb dauert es manchmal etwas länger, bis Nachrichten von dort auch ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit gelangen. Eigentlich erwartet man aus diesen Regionen, schöne Reiseberichte zu hören und von interessanter Kultur zu erfahren. Diese Idylle zerstört man nur ungern, aber ähnlich wie in den sich immer stärker zum islamischen Fundamentalismus hintaumelnden Malediven, die ja auch als Urlaubs- und Tauchparadies bekannt waren, ist auch an diesen soweit entfernten Inseln eine Tendenz zur Christenfeindlichkeit erkennbar, die wir als Gläubige nicht einfach „blauäugig“ übersehen dürfen.

Christliche Leiter von der tansanischen Insel Sansibar berichten deshalb zu unser aller Überraschung, dass es in den vergangenen Monaten dort zu mehreren Ausschreitungen gegen Christen gekommen sei. Zwei Kirchen wären dabei angegriffen worden. Laut „compass direct news“ haben dabei von islamischen Hasspredigern aufgehetzte Meuten die  „Pentecostal Evangelical Fellowship of Africa“ in Mtufani Mwera, ca. 12 km von Sansibar – Stadt entfernt, niedergebrannt. Am 03. Dezember 2011, gegen 19.00 Uhr sei dies geschehen, so äußerte sich Pastor Julius Makoho. Es seien Schäden von ca. 1,5 Mio tansanischer Schilling entstanden. Der Pastor berichtet:

Als ich am Sonntag Morgen am Ort des Geschehens ankam, war die Kirche bereits zu Asche niedergebrannt. Es wurden Flaschen mit brennbaren Flüssigkeiten auf dem Gelände gefunden, die sehr wohl mit der Tat in Verbindung stehen können.

Augenzeugen wollen Sprüche der Täter gehört haben, die sich so anhörten: „Wir wollen euch hier in diesem Gebiet nicht haben.“ Bislang wurden noch keine Verhaftungen gemeldet. Bischof  Bishop Fabian Obedi von den Pfingstkirchen in Sansibar findet dies nicht erstaunlich. Die Behörden auf der mehrheitlich muslimischen Insel tendieren nach seinen Aussagen dazu, nicht sonderlich an der Aufklärung solcher Taten interessiert zu sein.

 Die Muslime brennen unsere Kirchen hier auf Sansibar ziemlich oft nieder, aber die Regierung spricht sich nicht gegen die Zerstörung dieses Kircheneigentums aus.

In der Woche davor war es im Ort Klanga, ebenfalls nur wenige (10) Kilometer von Sansibar Stadt entfernt, zu einem anderen Vorfall gekommen, der uns aufhorchen lassen sollte. Dort war die „Siloam“-Kirche am 26. November 2011 von einem ca. 100 – köpfigen, muslimischen Mob angegriffen worden, der dabei fröhlich „Allahu Akbar“ schrie. Dieser gewaltbereite Mob muss so einschüchternd gewesen sein, dass selbst der von der Kirche angestellte Sicherheitsmann, der offensichtlich wegen vorheriger Übergriffe notwendig geworden war, erschrocken die Flucht ergriff. Der Gemeindepastor  Boniface Kaliabukama berichtet davon.

Die Angreifer sollen in das Gebäude eingedrungen sein, bewaffnet mit Knüppeln, Schwertern, Hämmern und Fackeln. Innerhalb von nur drei Stunden nahmen sie das Gebäude komplett auseinander und ließen sich auch von der ankommenden Polizei nicht verjagen, die durch Warnschüsse in die Luft versuchte, dem Treiben ein Ende zu setzen. Immerhin wurde einer der Anführer des hasserfüllten, unerwünschten Demontageteams mit Namen Mbarak Hamadi, 60, festgenommen.  Die Siloam Gemeinde ist ca. 200 Köpfe stark und hatte ab sofort keinen Ort der Anbetung mehr, wie Pastor  Boniface Kaliabukama berichtet. Der Schaden hier soll ca. 25 Mio tansanischer Schilling betragen. Das Kirchengebäude war vorher mit offizieller Genehmigung der örtlichen Behörden errichtet worden.

Bischof  Fabian Obedi bestätigt auch diesen Bericht und berichtet ein interessantes Detail. Ein Bekannter habe Muslime im Ort Dinge sagen hören wie: „Wir fühlen uns unsicher wegen dieser Siloam – Kirche, weil sie so schnell wächst und unsere muslimischen Kinder anzieht.“ Was auch immer an diesem Hörensagen dran sein mag, aber die Tendenz auch auf Sansibar ist klar: ein lebendiges, wachsendes und vom Geist erfülltes Christentum ist vielen Kräften in der Welt ein Dorn im Auge, den sie nur zu gerne herausziehen und verbrennen wollen.

Gut, dass wir den Sieger schon kennen und trotz aller Gewalt, die dem Evangelium entgegenschlägt, wissen, dass der, der diese Leute motiviert, bereits seit Ostern durch Christi Auferstehung besiegt ist. Das heisst aber nicht, dass wir Christen nun passiv und milde lächelnd alles hinnehmen und abnicken müssen, was so in der Welt, auch auf Sansibar, passiert. Das mindeste ist doch, dass wir die Ereignisse zur Kenntnis nehmen, den Geschwistern im Gebet und auch, wo möglich, in der Tat beiseite stehen. In diesem Sinne:

BITTE BETEN SIE AUCH FÜR DIE CHRISTEN IN TANSANIA. OFFENSICHTLICH GIBT ES DORT GEGENDEN, WO ES MUT ERFORDERT, SONNTAGS IN DIE KIRCHE ZU GEHEN, FALLS SIE DANN ÜBERHAUPT NOCH STEHT.

(Quelle: „compass direct news“ vom 13. Januar 2012)

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Ein Gedanke zu “Tansania: weitere Übergriffe auf Kirchen in Sansibar

  1. Pingback: Der Islam auf Sansibar und der übliche Frieden – Kirchen abgefackelt! | kopten ohne grenzen

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