Indien: erneut Gewalt gegen Christen in Karnataka

Im indischen Bundesstaat Karnataka hat es erneut Gewalt gegen Christen gegeben. Die Versammlung einer Pfingstgemeinde wurde auseinandergeknüppelt.

Karte von Indien

Indien

Nun ist Indien keineswegs nur das Land der „Heiligen Kühe“, der vielen Tempel und Bollywoods. Es ist auch das Land, in dem sich das eigentlich abgeschaffte Kastenwesen in ungebremster Kontinuität in den Köpfen der Menschen am Leben hält. Da Christen aber vorrangig für die „Ärmsten der Armen“, die „Unberührbaren – Dalits“ da sind, nehmen viele Inder das Christentum als eine Religion wahr, die ihnen ein schlechtes Gewissen macht und ihre Traditionen scheinbar nicht achtet. Auch die Tatsache, dass die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien massive Missionsbemühungen unternahm, assoziiert für viele Inder das Christentum mit „Fremdherrschaft“.

Auf dieser Basis können bis zum heutigen Tage, hinduistische und nationalistische Kreise mit der Ausgrenzung von Christen Politik machen. Sie spielen dabei mit Vorurteilen und nationalen Ressentiments, was eben mit unschöner Regelmässigkeit zu Gewaltausbrüchen führt. So wie unlängst wieder im Bundesstaat Karnataka geschehen. Im Ort Anekal in der Nähe von Bangalore wurde die Versammlung von Christen einer Pfingstgemeinde in einem Privathaus von einem aufgeputschten Mob überfallen.

Die mit Knüppeln und Eisenrohren bewaffneten Täter, prügelten auf den Pastor der „Agape“-Gemeinde, Shanthakumar Srirangam, ein und verletzten diesen schwer. Er verlor bei dem Angriff einen Finger. Auch zwei weitere Gemeindemitglieder erlitten Verletzungen an Kopf und Beinen.  Sajan K. George vom „Global Council of Indian Christians“ (GCIC) sagte dazu:

Solch eine ernste und ungerechtfertigte Aggression gegen unschuldige Christen ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte und der Religionsfreiheit. Für die christliche Minderheit in Karnataka hat 2012 im Terror begonnen.

Nach Berichten aus dem Land haben die Opfer sofort die lokale Polizei gerufen, die die Verletzten ins Krankenhaus begleitete und die Anzeige aufnahm, jedoch wohl noch keine Ermittlungen eingeleitet hat. Das ist in Indien nicht unüblich, wo diejenigen, die hinter solchen Überfällen stehen, oftmals in den Apparaten der lokalen, regionalen und nationalen Behörden bestens vernetzt sind.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR DIE CHRISTEN INDIENS. DIE ANWACHSENDE VERFOLGUNGSWELLE DORT DARF UNS NICHT UNBERÜHRT LASSEN.

(Quelle: „asia news“ vom 12. Januar 2012)

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