Deutschland: Erneute Warnung von koptischem Bischof

Der koptische Bischof für Deutschland, Anba Damian, ist ja bekanntlich nie um ein klares Wort verlegen. Dies unterscheidet den ebenso jovialen wie glaubensstarken Gottesmann von vielen anderen, für die diversen Kirchen arbeitenden Geistlichen. 

Bischof Damian

Als Gastgeber des „freakstock 2009“, des damaligen Treffens der „Jesus-Freaks“, hat er sich hohes Ansehen auch unter jüngeren, unkonventionellen Christen geschaffen und gezeigt, dass er über keinerlei Berührungsängste mit Christen „anderer Konfessionen“ verfügt. Er spricht immer wieder offen über die Christenverfolgungen in seinem Heimatland Ägypten und ist so ein viel geschätzter Redner auf Konferenzen, die sich mit entsprechenden Themen befassen. Seine ruhige, angenehme Sprache, mit der er Aussagen trifft, die dennoch nichts an Eindeutigkeit einbüssen, zeichnet sein Auftreten aus, wie auch der Autor dieser Zeilen bereits erleben durfte.

Den „Dortmunder Ruhr-Nachrichten“ gegenüber hat er in einem Gespräch am Freitag, den 06. Januar 2012,  seine tiefe Besorgnis über die Situation auch in unserem Land geäußert. Er warnte vor kommenden Christenverfolgungen auch hierzulande, da Islamisten in Deutschland auf dem Vormarsch seien. Diese versuchten, «die Welt zu erobern, sie wollen Dominanz erreichen». Dabei sei ihnen jedes Mittel recht. Die Kopten hätten Verfolgung etwa bei den vergangenen Weihnachtsfeierlichkeiten in Düsseldorf erfahren. Salafisten hätten in der ohnehin durch das Attentat vom Neujahrstag 2011 angespannten Situation noch Öl ins Feuer gegossen, indem sie ihre Propagandamaterialien verteilt hätten.

Kopten hätten eine sehr enge Beziehung zu ihrer Kirche, so sagte es der Bischof. «Wir sind eben Kinder der Märtyrer, die auf alle Fälle – sogar trotz aller Bedrohungen – zum Gottesdienst gehen», sagte Damian mit Blick auf die Terroranschläge auf Christen am 1. Januar 2011 im ägyptischen Alexandria. Damals waren mehr als 20 Menschen durch eine Autobombe getötet worden. Dies Attentat ist noch immer nicht endültig aufgeklärt, die obskuren „fremden Mächte“, die von den ägyptischen Sicherheitsbehörden hinter dem Angriff vermutet wurden, konnten nicht ausgemacht werden.

Die Kopten in Deutschland hatten daraufhin unter Polizeischutz Weihnachten gefeiert. Sowohl in Ägypten als auch in Deutschland. Verantwortlich für den Hass auf Christen seien Hassprediger, die vor allem weniger Gebildete aufhetzten. Sie seien die eigentlichen Kriminellen und nicht diejenigen, die Waffen tragen und benutzen, sagte der Bischof. Ebenfalls sei bekannt, dass massive finanzielle Einflussnahme die vergangenen Wahlen zu Gunsten von Muslimbrüdern und Salafisten beeinflusst hätten, da der Stimmenkauf noch immer eine ungute Tradition sei.

In Ägypten habe die „Revolution“ keinerlei Vorteile für die Minderheit der dort lebenden Christen gebracht, erläuterte Damian. «Wir leiden jetzt noch mehr.»
Es gebe keinen Schutz durch Polizei und Militär vor Anschlägen. Die Täter würden nicht bestraft, die Justiz oftmals gar nicht erst eingeschaltet. Nach wie vor würden die Kopten als Bürger zweiter Klasse behandelt. Positiv sei jedoch, dass die Menschen in Ägypten keine Angst mehr vor dem Regime hätten und mutiger ihre Meinung sagten. «Und dass sie gezeigt haben, dass es in Ägypten nicht nur Muslime, sondern auch Christen gibt – das halte ich für positiv». Nicht positiv sei dagegen, dass die Islamisten jetzt «auf Kurs zur Macht» seien.

Was immer man vom Wahrscheinlichkeitsgehalt der bedrohlichen Szenarien halten mag, die der brave Gottesmann projiziert,  auf jeden Fall sollte man ihm genau zuhören. Die ägyptischen Kopten kennen die soziale Ausgrenzung, die dauerhafte Diskriminierung und die darauf folgenden, unbestraften Attentate und Kirchenverbrennungen seit Jahrhunderten. Sie wissen, wie sich eine Verfolgungswelle andeutet und wie sie dann beginnt. Kann nie schaden, sich vor diesem Hintergrund ein eigenes Bild von der Situation des Christentums in Europa und in Deutschland zu machen.

BITTE BETEN SIE DOCH FÜR DEN GESELLSCHAFTLICHEN FRIEDEN IN ÄGYPTEN UND IN DEUTSCHLAND.

(Quelle: „kath.net“ vom 08. Januar 2012)

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Ein Gedanke zu “Deutschland: Erneute Warnung von koptischem Bischof

  1. Kopten als unsere Christlichen Brüder sind also auch in Deutschland nicht mehr sicher.
    Laßt uns dies publik machen; möglichst viele müssen es wissen.
    Schon bald kann es weitere Gläubige treffen, wenn unsere Politiker den Islamismus hierzulande nicht in die Schranken weisen.

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