Nigeria: nach Ablauf des Ultimatums der Terroristen beginnt die Gewalt

Die islamische Terrorgruppe „Gruppe der Sunniten für die Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad“ (früher: „Boko Haram“) hatte vor wenigen Tagen allen Nichtmuslimen im Norden des Landes Nigeria den Krieg erklärt und sie zum Verlassen der entsprechenden Bundesstaaten aufgefordert.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Nun haben die „Propagandisten der Lehren Mohammeds und des Dschihads“ ihre Drohungen wahrzumachen begonnen.  Nach einem Bericht der französischen Nachrichtenagentur AFP, hat es im Ort Gombe einen bewaffneten Überfall auf einen Gottesdienst gegeben. Augenzeugen berichten davon, dass die Versammlung der „Deeper Life Christian Ministry Church“ mitten in der Anbetung unseres Schöpfers versunken war, als die Terroristen das Gelände der Kirche stürmten und mit dem wahllosen um sich Feuern auf Anwesende begannen.

Erst vor wenigen Tagen, am vergangenen Sonntag, den 01. Januar 2012, hatte ein Sprecher der „Propagandisten“ (ehemals genannt „Boko Haram“) namens Abul Qaqa in einer Telefonkonferenz mit anschließendem „Massenmailing“ angekündigt, alle Muslime sollten den Süden verlassen, da sie dort Angriffen ausgesetzt wären. Eine für islamische Gruppen übliche Taktik, um von der eigenen Verantwortung für Gewalttaten abzulenken. Das „haltet den Dieb“ – Prinzip, in dem man mit dem Finger auf andere zeigt. In dieser Erklärung hatte Abul Qaqa auch darauf hingewiesen, dass alle Nichtmuslime drei Tage zeit bekämen, um den Norden zu verlassen. Was nach Ablauf dieser Periode passieren sollte, sehen wir jetzt z. Bsp. in Gombe.

Augenzeuge John Jauro beschreibt den Vorfall gegenüber einer anderen Nachrichtenagentur (Reuters):

Die Angreifer schossen sporadisch. Sie feuerten durch die Kirchenfenster und viele wurden getötet, darunter meine Frau.  Viele Kirchenmitglieder, die den Gottesdienst besuchten, wurden verletzt.

Zwar hat sich noch niemand zu dieser Tat bekannt, aber angesichts der bereits erwähnten, im Raum stehenden Drohungen dürfte dies auch gar nicht mehr nötig sein, um zu wissen, woher der Wind weht. Die „Propagandisten der Lehren des Propheten“ befinden sich seit einer Erklärung aus diesem Jahr im offenen Krieg mit dem nigerianischen Staat, den sie als nichtislamisch nicht anerkennen und betrachten ihren religiösen Säuberungswunsch als legitime Antwort auf die Verhängung des Ausnahmezustandes in einigen, nördlichen Bundesstaaten durch den gewählten Präsidenten Nigerias, Johnathan Goodluck, welche wiederum durch die Terrorangriffe derselben Gruppierung motiviert ist.

BITTE BETEN SIE DOCH AUCH WEITERHIN FÜR NIGERIA. NICHT WENIGE CHRISTEN IN DIESEM LAND SEHEN IHRE ZUKUNFT ALS KAUM NOCH EXISTENT AN. AUCH IM BEVÖLKERUNGSREICHSTEN LAND AFRIKAS GEHT DURCH DEN DEMOGRAPHISCHEN WANDEL (DERZEIT SIND NUR NOCH CA. 40 % ALLER NIGERIANER CHRISTEN) DIE MARGINALISIERUNG DES GLAUBENS IN WINDESEILE VORAN.

(Quelle: „nationalpost.com“ vom 05. Januar 2012)

update: es wird mittlerweile von 6 Toten und 10 Verletzten ausgegangen.

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