China: Brief von Geng He an ihren Mann, Gao Zhisheng

Allen Lesern dieses Blogs ist ja der Fall von Gao Zhisheng zur Genüge bekannt. Deshalb werde ich ihn nicht noch einmal vorstellen, aber die Entdeckungen der letzten Wochen haben wir vermeldet. 

China

Nun hat sich die Ehefrau Gaos, Geng He, zu Wort gemeldet. In einem offenen Brief schrieb sie ihrem Mann von ihren Sorgen. Sie lebt seit einiger Zeit in den USA, weil sie um ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit in China fürchten muss. Sie schildert ihm in dem Brief mit dem Datum vom 01. Januar 2012 ihre Erlebnisse im Neujahrsgottedienst und die Gemeinschaft mit den christlichen Freunden und deren Freude am Zusammensein.

Wie auch immer, ich war mit den Gedanken abwesend, nicht in der Lage, die allgemeine Freude mitzuempfinden. Gestern bekam ich von deinem älteren Bruder (Gao Zhiyi, Anm. d. Übers.) die Nachricht, dass du ins Gefängnis geschickt wurdest in einem entfernten Teil von Xinjiang und mein Herz war deshalb schwer vor Trauer.

Dann schildert sie ihre Gefühle während der zwanzig Monate dauernden Suche nach ihrem Mann. Sie teilt mit ihm ihr Unverständnis über das Verhalten der Behörden und lässt ihn daran teilhaben, dass sich ihre schönsten Hoffnungen nun nicht bewahrheiteten.

Genau jetzt möchte ich alle Barrieren durchbrechen, um an deiner Seite zu sein. Ich will eine Wohnung in der Nähe deines Gefängnisses mieten, um dich jeden Monat pünktlich besuchen zu können. Aber, wegen unserer Kinder, kann ich nicht alle meine Pläne umsetzen.

Gege, Geng He, Gao Zhisheng und Tianyu

Sie erzählt ihrem Mann Fakten über die Entwicklungen ihrer Kinder, wie gut sie sich in der Schule eingelebt haben und welche Karrieren sie anstreben. Auch hat Geng He ihre Angst vor uniformierten Polizisten abgelegt, die sie aus China mitgebracht hatte, wegen der schlechten Erfahrungen mit Vollstreckungsbeamten. Ein sehr persönliches Element folgt gegen Ende des Briefes:

Erinnerst du dich noch daran, was Tianyu (ihr Sohn, Anm. d. Übers.) sagte, als er drei Jahre alt war ? „Ich habe ein rotes Band in meinem Herzen und wo immer Baba hingeht, wird das rote Band mit ihm verbunden sein.“  Jeder von uns hat ein rotes Band, das mit dir verbunden ist, egal wohin du gehst. Selbst wenn du ans Ende der Welt gehst, werden wir mit dir verbunden sein.

Sie nimmt sich vor, ihm oft zu schreiben und ist erstaunt darüber, dass ihr Mann in einen so weit entfernten Ort verschleppt wurde, den selbst ihre Eltern, die 46 Jahre in Xinjiang gelebt haben, nicht kennen.

BITTE BETEN SIE WEITER FÜR GAOS FAMILIE, FÜR IHRE FREUNDE UND DIE CHINESICHEN KIRCHEN, DIE NOCH VIEL MEHR OPFER FÜR CHRISTUS BRINGEN MÜSSEN.

(Quelle: „china aid“ vom 04. Dezember 2012)

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