Nigeria: „Boko Haram“ droht Christen im Norden offen

Wir alle kennen mittlerweile die islamische Terrorgruppe „Boko Haram“ (Bildung ist Sünde), die im Jahr 2011 diverse Attentate mit hohen Opferzahlen begangen hat und Nigeria in einen Gottesstaat zu verwandeln droht.

Karte von Nigeria.

Nigeria

In den letzten Monaten trat diese in immer offener bedrohlicher Form auf und erklärte sowohl dem Staat als auch allen Nichtmuslimen den offenen Krieg. Bombenattentate und diverse Massaker in Dörfern im Norden unterstrichen die Ernsthaftigkeit dieser Drohungen.

Nun hat ein mutmaßlicher Sprecher der Boko Haram, Abul Qaqa, ein Ultimatum für die Christen in den nördlichen zwölf Bundesstaaten des bevölkerungsreichsten Landes in Afrika ausgesprochen. In diesen gilt, nebenbei bemerkt, seit Jahren bereits die Scharia als Grundlage der öffentlichen „Ordnung“. Innerhalb von drei Tagen sollten die „Südlichen“ (zumeist Christen) nun den Norden verlassen. Was nach Ablauf dieser Frist passieren wird, haben die letzten Monate voller blutiger Gewalt zur Genüge gezeigt.

Der Terroristen-Sprecher hielt eine Telefonkonferenz am Sonntag, den 01. Januar 2012, ab, in der er auch den nigerianischen Staatspräsidenten Goodluck Johnathan kritisierte, welcher über die von den Terrorangriffen am schlimmsten betroffenen Landkreise den Ausnahmezustand verhängt hatte. Abul Qaqa hielt sich dabei strikt an die Linie der Boko Haram, den nigerianischen Staat, den sie als „nichtislamisch“ nicht anerkennen, offen herauszufordern.  Da die Sicherheitskräfte der Lage seit Jahren nicht Herr werden (wollen ?) konnten die Terroristen sich genug Mut anbomben, um solche Sprüche und auch die Drohungen nicht ganz ohne eine gewisse Umsetzungswahrscheinlichkeit zu machen.

Wer jetzt noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt hat, ist selbst schuld. Die Aussagen von Abul Qaqa, sie würden mit ihren Taten „ihre muslimischen Brüder“ nur beschützen, ist angesichts der puren Zahlen und Fakten als lächerlich anzusehen. Ein üblicher Versuch, Ursache und Wirkung zu verschleiern. Wen beschützen die Bomben auf Kirchen ? Wen beschützte das Attentat auf die UN-Mission in Abuja im August 2011 ? Ich bitte alle Leser, nicht auf derartige Ablenkungsrhetorik hereinzufallen, wie sie auch hierzulande mancher Funktionär (in welcher Absicht ?) absondert.

BITTE BETEN SIE FÜR EIN ENDE DES HASSES IN NIGERIA. BITTEN SIE UNSEREN HIMMLISCHEN VATER DARUM, DASS DIE SÜNDER ÜBERFÜHRT WERDEN UND EIN GEWISSEN ENTWICKELN, DAMIT SIE VON IHREN PFADEN DER GEWALT UMKEHREN KÖNNEN.

(Quelle: „vanguardngr.com“ vom 02. Januar 2012)

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