Laos: Christen zum Abschwören gezwungen

In der vergangenen Woche haben laotische Offizielle Christen dazu gezwungen, ihren Glauben zu verleugnen, um eine Beerdigung zu ermöglichen.

LAOS

LAOS

Im Ort Huey, im Ad-Sapangthong district der Savannakhet Provinz, verstarb am Weihnachtstag, dem 25. Dezember 2011, eine christliche Einwohnerin, deren Name nur als „Frau Wang“ bekannt ist. Ihre Angehörigen und die wenigen (acht) christlichen Familien des Ortes begannen nun damit, eine angemessene Beerdigung vorzubereiten, die aber aufgrund des heissen Klimas in diesen Breitengraden natürlich sehr schnell erfolgen muss. Die örtlichen Behörden verweigerten nun die Beerdigung von Frau Wang auf dem lokalen Friedhof, da diese nur nach buddhistischem Ritus durchgeführt werden könne und Frau Wang keine Buddhistin gewesen ist.

Daraufhin schlugen sie den Trauernden vor, Frau Wang doch in Savannakhet, auf einem städtischen Friedhof zu beerdigen. Dafür war aber kein Geld vorhanden, da in Laos die christliche Minderheit, ähnlich wie in weiten Teilen Indiens oder Ägyptens, zu den diskriminierten Gruppen gehört, deren Mitglieder keinen Zugang zu angemessener Bildung oder gutbezahlter Arbeit bekommen. Der Leichnam Frau Wangs begann bereits damit, sich aufzulösen, während das unwürdige Gezerre um ihre Ruhebettung in die nächste Runde ging. Nun sollte den Christen erlaubt werden, den örtlichen Friedhof von Hue zu nutzen, jedoch sollte der Beerdigungritus durch einen buddhistischen Mönch abgehalten werden.

Dieser wiederum weigerte sich nun, eine Christin zu beerdigen und daraufhin wurden die Christen dazu gezwungen, ihrem Glauben abzuschwören, damit eine „ordentliche, buddhistische“ Beerdigung von Frau Wangs Leichnam stattfinden konnte. So konnte sie schließlich erst am 27. Dezember 2011 ihre letzte Ruhe finden, da die Behörden den Hinterbliebenen ganz offen mitteilten, dass der Körper der Verstorbenen „verrotten solle, wenn sie an ihrem christlichen Glauben festhielten“. Ein feiner Umgangston. Die Familien, die versprochen hatten, ihrem christlichen Glauben nicht mehr zu folgen, sollen jedoch mittlerweile gegenüber Kirchenvertretern in benachbarten Orten ihr Bedauern über diese Entscheidung ausgedrückt haben.

Die Verantwortlichen für die Verfolgungen in diesem Distrikt der Savannakhet – Provinz sind mittlerweile namentlich auszumachen. Sie sind nicht nur für diesen Vorgang sondern auch für andere Vertreibungs- und Verfolgungsmaßnahmen berüchtigt. Einer davon wird als „Major Gad“ identifiziert, ein ehemaliger Militärangehöriger, der nun als stellvertretender Distriktsleiter der Verwaltung auftritt und außerdem Vorsitzender des Büros für religiöse Angelegenheiten ist.

BITTE VERGESSEN SIE IN IHREN FÜRBITTEN NICHT DIE CHRISTEN SÜDOSTASIENS, DIE SICH NICHT NUR IN MEHRHEITLICH MUSLIMISCHEN STAATEN MASSIVER VERFOLGUNG UND DISKRIMINIERUNG AUSGESETZT SEHEN.

(Quelle: „the persecution times“ vom 31. Dezember 2011)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s