Indonesien: Neues von der Yasmin-Kirche

Erinnern Sie sich noch an die indonesische Kirche, die vom Ortsbürgermeister daran gehindert wird, ihr Grundstück zu betreten und dort Gottesdienst zu feiern, obwohl der Oberste Gerichtshof des Landes zu ihren Gunsten entschieden hat ?

Indonesien

Ja, die Yasmin-Kirche in Bogor lebt noch ! Trotz der widerlichen Halsstarrigkeit von Bürgermeister Dani Budiarto und seinen Spießgesellen.  Natürlich hat er auch zu Weihnachten nicht zugelassen, dass sich die Gemeinde an ihrem Grundstück versammelt. Vor einigen Wochen hatte er sogar damit begonnen, die „Freiluft“-Gottesdienste vor der Immobilie zu verhindern. Sogar „normale“, indonesische Muslime, die sich dem staatlichen Verfassungsprinzip der „Einheit in Diversität“ verpflichtet fühlen, sind immer mehr von Budiartos Verhalten irritiert und angewidert.

So konnte es dazu kommen, dass Mitglieder der paramilitärischen, islamischen „Banser“-Gruppierung die Weihnachtsfeiern der Yasmin – Kirche schützte, nachdem aus radikalen Kreisen massive Drohungen gegen die Feierlichkeiten der zur GKI (Kirche Indonesiens) gehörende Gemeinde laut geworden waren. Diese Gruppierung, die angeblich in enger Kooperation mit der moderat-islamischen Organisation „Nahdalatul Ulama (NU)“ steht, wurde auf Anweisung ihres Generalsekretärs namens Rome, dazu abgestellt, die Fanatiker auf Distanz zu halten.

Denn natürlich wurde wie immer der Zugang zum Gelände durch lokale Sicherheitskräfte blockiert, die Bürgermeister Budiarto dorthin beordert hatte. Die Gläubigen mussten sich also im Haus eines Gemeindemitgliedes zum Weihnachtgottesdienst treffen. Dort wurden sie von „Banser“-Mitgliedern abgeschirmt, die sogar noch Verstärkung „in der Hinterhand“ hatten, falls die Lage eskaliert wäre. Rome erzählt, dass mehr als vierzig Provokateure sie davon abhalten wollten, aber er seine Leute wären nicht auf die Aufforderung zum Abrücken eingegangen.

Das scheint ein gutes Zeichen zu sein, dennoch will die Synode der Protestantischen Kirche von Indonesien einen offiziellen Protest bei Staatspräsident  Susilo Bambang Yudhoyono einreichen. Die Vorgänge nehmen nämlich langsam absurde Züge an. Es scheint, als ob der Zentralregierung entweder nicht daran gelegen ist, der Yasmin-Gemeinde zu ihrem Recht zu verhelfen oder sie ist nicht in der Lage, die radikalen Kräfte in West-Java in die Schranken zu weisen. Beides wäre bedenklich und bedauerlich zugleich.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN DAFÜR, DASS DIE YASMIN-GEMEINDE IHR RECHT ERHÄLT. BITTEN SIE UNSEREN VATER IM HIMMEL AUCH UM WEITEREN SCHUTZ DER GLÄUBIGEN IN BOGOR.

(Quelle: „asia news“ vom 29. Dezember 2011)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s