Kommentar: Frieden und seine Grenzen

Wie in jedem Jahr hat die Christenheit auf der ganzen Welt versucht, die Ankunft des Erlösers Jesus Christus auf Erden zu feiern. In unzähligen Gottesdiensten wurde des Gottesfriedens gedacht, der durch diese Liebestat des himmlischen Vaters möglich wurde. 

Stift zu Kommentaren.

Kommentar

Nun, der Friede, den Christus ermöglicht, wird von mindestens ebensovielen Menschen auf der Erde verleugnet und abgelehnt, wie er angenommen wird. Allein diese Tatsache lässt den wachen und aufmerksamen Christen die oftmals süsslich-realitätsfernen Predigten mancher Pastoren und Priester zum Weihnachtsfest ein wenig nüchterner sehen. Ja, noch leben wir in Deutschland in einem Land, in dem man Weihnachten  feiern kann, ohne um Leib und Leben fürchten zu müssen. Das ist wahr und ein guter Grund, dankbar zu sein. Aber auch eine Motivation, diesen Zustand zu verteidigen. Denn er ist in Gefahr. Schon gilt es nicht mehr als „normal“ zum Gottesdienst zu gehen und auch zu glauben, was dort verkündet wird. Schon sprechen Jugendliche, wenn sie auf ihre Art und Weise, die Feiertage zu verbringen, angesprochen werden von „Lichterbäumen“ vor denen sie gesessen hätten, um die Silbe „Christ“ im Wort Christbaum vermeiden zu können.  Echter Glaube gilt nicht nur unter Jugendlichen als etwas „antiquiert“, als überholt und geradezu reaktionär oder zumindest als „dumm und unreflektiert“. Jahre der Diffamierung und Diskreditierung von Kirchen, ihren Vertretern und vor allem von Kernbotschaften der Bibel durch die Medien und zynische Intellektuelle haben bereits überdeutliche Spuren in den Herzen und Hirnen der Deutschen (, Holländer, Belgier, Briten, Franzosen, Norweger, ….) hinterlassen. Das ist zu bedauern und nur eine klare Botschaft, ein klar und offen gelebter Glaube ohne unverständliche, theologische Formeln und ohne das fanatische Starren auf die diffusen Äußerungen des „Zeitgeistes“ könnten vielleicht noch für einen Umschwung sorgen. Denn wenn dies nicht passiert, steht die „westliche Welt“ irgendwann im geistlichen Niemandsland, dass von sehr obskuren, wenn nicht gar gefährlichen Inhalten gefüllt werden wird.

Aber zurück zum Thema „Frieden“: Ja, Milliarden Menschen kennen die Botschaft des Evangeliums nicht, sie wollen sie oftmals auch gar nicht kennenlernen und der Frieden der Erlösung durch Christus kann nicht in ihre Herzen einziehen. Die Auswirkungen dieser Tatsache sehen wir jedes Jahr wieder. Die Bekundungen des Hasses, die den Nachfolgern Christi in so entfernten Regionen der Welt wie Nigeria oder China entgegenschlagen, sind weder „Zufall“ noch unorganisierte Einzelfälle. Systematisch suchen sich die Feinde der Friedensbotschaft die hohen Feiertage des Glaubens wie Weihnachten und Ostern aus, um symbolische Gewalt an denjenigen auszuüben, von denen bekannt ist, dass sie die „andere Wange“ hinhalten werden. Angesichts dessen sei mir erneut der Hinweis auf die verklärenden, naiv-ignoranten Predigten von vielen Kanzeln zur Weihnachtszeit gestattet. Ich selbst möchte vielmehr gerade zur Weihnacht dafür beten, dass Christen auf dem GESAMTEN Planeten Erde doch bitte bald ihren Glauben frei und ohne Repressionen befürchten zu müssen, bekunden können. Um Weihnachten zu feiern, um dem Sohn des Höchsten die Ehre zu geben und wahre Freiheit zu erfahren.

Nein, die Friedensbotschaft der Weihnacht hat eben keine universelle und globale Gültigkeit erlangt, solange sie von weiten Teilen der Weltbevölkerung verneint und abgelehnt wird. Solange sie sogar mit allen bösen Schlichen und aller Gewalt verfolgt und gehasst wird. Gültigkeit besitzt sie nur für Menschen, die einen kompatiblen, kulturellen Hintergrund besitzen oder sich zumindest auf verbindliche, gemeinsame Werte einigen können. Das iranische Regime, die „Boko Haram“ Terrorgruppe in Nigeria und die kommunistische Partei Chinas, ebenso wie viele andere staatliche und nichtstaatliche Organisationen und Teufelsjünger, gehören aber offensichtlich nicht zu denjenigen, denen an „universellen“ und gleichen Rechten aller Menschen gelegen ist.

Was können wir nun also tun, um die Lage der Welt zu verbessern und dem Weihnachtsfrieden Geltung zu verschaffen ?

  1. Informieren wir uns. Ohne Wissen haben wir keine Grundlage zum Handeln. Gott gab uns einen Verstand, der Zusammenhänge erkennen kann, und Hände, die eingreifen können.
  2. Beten wir. Beten wir um Frieden, beten wir um Befreiung der Gefangenen, um Reue und Umkehr der Täter. Es gibt so viele Dinge, um die wir den Vater im Himmel bitten können. „Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.“ (sinngemäss nach Jakobus 4,2) Wenn wir aber selbst dies nicht tun, dann sollen uns die Ereignisse auch nicht verwundern.
  3. Handeln wir. Christliche Hilfsorganisationen warten nur darauf, dass wir sie unterstützen. Petitionen warten darauf, unterschrieben zu werden, ermutigende Briefe für Gefangene wollen geschrieben sein usw.
  4. Unterstützen wir die Mission und Evangelisation. Es gilt, Seelen zu retten und für die Friedensbotschaft Christi, die mit dem Weihnachtsgeschehen beginnt, empfänglich zu machen.

Haben Sie jemals mit  Christen gesprochen, der früher einer anderen Religionsgemeinschaft angehört hat ? Welche Freude aufleuchtet, wenn sie von ihrer Begegnung mit Jesus Christus, ihrer Bekehrung und Umkehr von den teils finsteren Pfaden berichten, die sie früher gegangen sind ? In vielen Gemeinden, Kirchenbünden und bei vielen Gläubigen gilt die „Mission“ bzw. die Evangelisation mittlerweile als „unfein“. Erst vor wenigen Tagen erschien in verschiedenen online-medien ein Artikel, der über diesen Unwillen zur Seelenrettung in den Kirchen berichtete.

Christus aber spricht:

„Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,  und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt. 28, 19,20 Luther 1984)

Im Gegensatz zu anderen „Propheten“ und Religionsstiftern, ist Jesus mit direkten „Befehlen“ oft ein wenig sparsamer. Er wählt oft lieber Gleichnisse, die zum Mitdenken anregen sollen oder gibt selbst ein handfestes Beispiel dafür, welche Verhaltensweisen er von seinen Nachfolgern erwartet. Hier aber ist er ganz klar und eindeutig.  Zugegeben, oft macht man sich wenig Freunde, wenn man diesen Missionsbefehl ernst nimmt. Möglicherweise bekommt man sogar den Ruf eines „Fanatikers“, aber wer auf Gottes Wegen geht, geht immer richtig, ganz gleich, was Menschen von ihm sagen mögen.

In diesem Sinne: Bereiten wir uns auf ein weiteres Jahr voller schlimmer Nachrichten, voller Gebet und mit wenigen, aber dennoch gesegneten Gebetserhörungen vor, in dem Christen einen Unterschied in der Welt machen. Solange wir noch „in der Welt“ sind, ist dies unsere Aufgabe, der wir uns nicht entziehen sollten. Seien wir die Stimme der unterdrückten Christen, solange wir noch nicht wegen „Hassrede“ oder sonstiger Einschränkungen der Meinungsfreiheit belangt werden können ! Und notfalls auch darüber hinaus.

Gottes reichlichen Segen für alle Leser des Blogs, für alle Christen in der Welt !

Ihr

Martin Clemens Kurz

Advertisements

2 Gedanken zu “Kommentar: Frieden und seine Grenzen

  1. Ich danke dem Blog-Betreiber für sein nur zu wahres Wort zu Weihnachten, ich danke ihm für sein Engagement für die Verfolgten Christen und Menschen in aller Welt. ich danke ihm für seinen Einsatz für eine immer wichtiger werdende Sache der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Die Leses dieses blogs sollten Herrn Kurz in all seinen Aktionen konstruktiv unterstützen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s