USA/Irak: Religiöse Leiter appellieren an den Irak

Religiöse Leiter jüdischer und christlicher Gemeinden haben in New York an den Irak zu Gunsten der verfolgten Christen appelliert. Vor der UN-Botschaft des Irak sprachen sie sich dafür aus, dass die irakische Regierung das Problem ernst nimmt. 

David Wood

Die Anwesenden, darunter Rabbi Johnathan Pearl, der populäre Islamkenner David Wood und Reverend Hugo Monroy, wiesen dabei darauf hin, dass die Weihnachtszeit „traditionell“ eine schwierige Zeit für Christen in Minderheitensituationen ist.  Islamische Extremisten in Nahost haben bereits in den vergangenen Jahren  speziell in den (Vor-) Weihnachtswochen die christlichen Minderheiten im Irak und in anderen Ländern zum Ziel von Attentaten gemacht.

Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang auch an das Bombenattentat von Alexandria am Neujahrstag 2011 und an die Kirchenverbrennungen in Nigeria während der Weihnachtstage 2010. Auch in dieser „Feiertags-Saison“ haben Radikale wieder zu Gewalt gegen die Weihnachtsgottesdienste und -messen aufgerufen.  Die New Yorker Kaplanin Viviana Hernandez, die sich unter denjenigen befand, die ein kurzes Gespräch mit dem irakischen UN-Botschafter Hamid Al-Bayati führen konnten, fand die angemessenen Worte zur Rezeption der unschönen Fakten in der Welt:

Wenn wir weiterhin darüber schweigen, dann ist das so, als ob wir mitschuldig würden an dem, was unseren Brüdern und Schwestern im Irak passiert !

Hinter dieser Aussage stehe ich ebenfalls ! Mögen diese Worte in den Ohren vieler, vieler christlicher Leiter und „normaler“ Christen in unserem Land klingeln ! Der ebenfalls anwesende Rabbi Yaakow Kermaier wird folgendermaßen zitiert:

Während wir unser Hanukkah-Fest feiern, denken wir auch an unsere Zeiten der Verfolgung vor über 2000 Jahren. Das ist eine Gelegenheit für uns, über die Situation der Christen in Nahost nachzudenken, besonders im Irak, wo ihnen die Religionsfreiheit verwehrt wird.

Alle Anwesenden waren zwar enttäuscht, dass sie nur kurz und inoffiziell mit dem irakischen UN-Botschafter sprechen konnten, aber sie sind alle davon überzeugt, ihn für die Problematik dieser Minderheit sensibilisiert zu haben. Im kommenden Jahr wollen die Aktivisten gerne einen offiziellen Gesprächstermin mit Hamid Al-Bayati anstreben. Die Ansicht, dass es gut ist, wenn sich Juden und Christen in den Angelegenheiten der Religionsfreiheit zusammentun, war ebenfalls einhellig unter den verschiedenen Glaubensvertretern.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN IM UND AUS DEM IRAK. DANKEN SIE DEM VATER FÜR DIES SCHÖNE, KLEINE ZEICHEN DER JÜDISCH-CHRISTLICHEN SOLIDARITÄT UND HOFFEN WIR, DASS ES IN ZUKUNFT MEHR DAVON GEBEN WIRD.

(Quelle: „the christian post“ vom 22. Dezember 2011)

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