USA: „Tebowing“ in Schule verboten

In den USA setzen „Stars“ aus Film, TV und Sport oftmals die Trends für die weniger prominenten Zeitgenossen. Was immer man von dieser Kausalität halten mag (ich persönlich finde sie durchaus fragwürdig), so ist durch den US-Profisportler Tim Tebow ein interessanter Trend in Gang gesetzt worden.

Tim Tebow

Der (öffentlich !) bekennende Christ Tebow, Quarterback der „Denver Broncos“, hat für eine Art „christliches Revival“ unter jungen Leuten und Sportfans gesorgt. Denn auch die einstmals so „christlichen“ USA machen seit Jahren einen ebenso spürbaren Trend zur aggressiven Säkularisierung des öffentlichen Bereichs durch, wie er in vielen Ländern Europas beobachtet werden kann. Weihnachts-Plakate müssen von christlicher Symbolik „befreit“ oder abgehängt werden, Krippen aus dem städtischen Raum verschwinden u. ä. Durch all dies wird Tebows Bekenntnis umso erstaunlicher.

Bekannt wurde er u. a. dadurch, dass er sich in die bekannten „Streifen“ unter den Augen Bibelstellen einpinseln liess oder durch die Geste des „Tebowing“ (Wortspiel aus „to bow“ – „sich verneigen“ und seinem Namen), die er gerne am Spielfeldrand ausführt. Dabei stützt er sich mit dem Ellenbogen auf das angewinkelte Knie und legt die Kopf auf die Faust. Aber auch seine Lebensgeschichte gibt mal wieder einen TV-Film her: wegen Komplikationen während der Schwangerschaft sollte Tim niemals zur Welt kommen, denn die Ärzte rieten seiner Mutter zur Abtreibung. Seine Mutter entschied sich dagegen. Auf der High School wurde ihm mehrfach bedeutet, dass er nicht das Zeug fürs College, geschweige denn für den Profisport habe. Er vertraute aber sich selbst und Gott mehr als den „Fachleuten“ und ist heute ein bekannter Wohlverdiener in der Profiliga NFL.

Die bereits beschriebene Geste des „Tebowing“ wird von US-Sportfans natürlich nachgeahmt (Video siehe hier.) Da die Autoritäten diese an sich wertneutrale Geste aber, da sie von einem Christen kommt, gerne als „Gebetshaltung“ interpretieren, wurde nun folgender Fall bekannt: Die „Riverhead-High-School“ auf Long-Island in New York hat vier Schüler, die auf dem Schulgelände das „Tebowing“ praktizierten, für einen Tag vom Unterricht gesperrt. Für ein Land, in dem noch „Flaggen-Apelle“ im Namen Gottes in öffentlichen Schulen abgehalten werden, eine recht interessante Entscheidung. Es wurde diesen vier Schülern bedeutet, dass sie eine „Gefahr für die Sicherheit“ der Schule darstellten, da die Vier angeblich den Gang für ihre Mitschüler blockiert hätten.

Es darf aber mit Fug und Recht davon ausgegangen werden, dass vier islamische Gebetsteppiche im notorisch „liberalen“ New York wohl keine ähnliche „Gefahr“ auf den Gängen der Schule dargestellt hätten. Wie dem auch sein mag, in jedem Falle stimmt das deutsche Klischee von den „Fundamentalisten“, die in den USA „das Sagen hätten“ nicht mehr, denn diese Entscheidung wird auch in anderen Schulen die Runde machen, da sie latent gegen den gezeigten Glauben des prominenten Profisportlers gerichtet ist.

BETEN SIE DAFÜR, DASS AUCH IN DEUTSCHLAND PROFISPORTLER SICH NICHT MEHR SCHEUEN, IHREN CHRISTLICHEN GLAUBEN ÖFFENTLICH UND MEDIENWIRKSAM ZU BEKENNEN. EINE EINSCHRÄNKUNG DIESER FREIHEIT KÖNNTE NÄMLICH ALS VERSTOSS GEGEN DIE VERFASSUNG GEWERTET WERDEN.

(Quelle: „kath.net“ vom 19. Dezember 2011)

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