Malaysia: staatliche Erlaubnis zum Singen von Weihnachtsliedern notwendig ?

Ja, der Absurditäten gibt es auch in dieser Weihnachtszeit mehr als genug. Aus Malaysia wird gerade bekannt, dass die Behörden in einem Vorort von Kuala Lumpur jetzt davon ausgehen, das Absingen von Weihnachtsliedern erfordere eine Genehmigung. 

Malaysia

Stellen Sie sich das einmal in Ihrem Heimatort vor: Der lokale Polizeichef schickt Ihrer Kirchengemeinde ein Anschreiben, in dem die Kirchenleitung dazu aufgefordert wird, alle Personen namentlich, mit Adresse und sonstigen Angaben, zu nennen, die in Ihrer Kirche, ihrem Hauskreis oder bei sonstigen Veranstaltungen Weihnachtslieder singen werden. Im bürokratischen Deutschland sind solche Dinge sicherlich denkbar, aber nicht im Zusammenhang mit Liedern, die wir zur Ehre des Jubiläums der Ankunft unseres Erlösers auf Erden singen. Das fänden doch auch Sie absurd, oder nicht ?

Nun in bestimmten Ländern ist man sich keiner Idotie zu schade: Zwei Pfarreien in Klang, einem Vorort von Kuala Lumpur, haben unlängst eine Mitteilung von der Polizei erhalten, in der sie dazu aufgefordert werden, Namen und detaillierte Angaben der Personen zu nennen, die Weihnachtsgesänge singen, da nach Ansicht der Beamten eine Erlaubnis der Ordnungskräfte notwendig ist, damit solche Gesänge in Privatwohnungen und Kirchen gesungen werden dürfen. Einheimische Beobachter aus den christlichen Gemeinschaften nannten diese Aktionen „absurd und unzulässig“.

Jesuitenpater Lawrence Andrew, der Leiter der Bistumszeitschrift „Herald“ sagte dazu:

 Es handelt sich um eine restriktive Auslegung bereits existierender Bestimmungen über die Ausübung des Kultes und die Religionsfreiheit. Die Polizei ist derzeit ziemlich verwirrt. Nach heftigen Protesten von Christen haben Regierungsvertreter bereits die Notwendigkeit solcher Genehmigungen dementiert.

Eine interessante Sichtweise, obwohl die darin benannte „Verwirrung“ getrost angezweifelt werden darf. Der Vorsitzende der malaysischen Bischofskonferenz, Bischof Paul Tan Chee Ing von Melaka-Johor, hat bereits damit begonnen, davon gesprochen, dass das Land in einen „Polizeistaat“ verwandelt werde, wenn die Sicherheitsbehörden weiterhin „solche bürokratischen Schritte“ fordern würden. Alle derartigen Versuche der Einschränkung von religiösen Freiheiten sei, so sagen es Beobachter, auf eine umstrittene Rechtsreform des Gesetzes für Innere Sicherheit zurückzuführen.

BITTE BETEN SIE FÜR FREIE RELIGIONSAUSÜBUNG ALLER MINDERHEITEN MALAYSIAS. BITTEN SIE UNSEREN HIMMLISCHEN VATER DOCH AUCH UM UNGEHINDERTES ABSINGEN VON WEIHNACHTSLIEDERN IN MALAYSIA ! 😉

(Quelle: „fidesdienst“ vom 15. Dezember 2011)

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