Ägypten: Keine Kopfsteuer für Christen !

Die Situation in Ägypten ist bekannt: die Wahlen haben bislang Ergbebnisse von 50-60 % für die Muslimbrüder und 20 % für die Salafisten gebracht. De facto wählen also mindestens 70 % aller Ägypter islamische Extremisten.

Ägypten

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Dass dabei Saudi-Arabische Petrodollars eine massive Rolle gespielt haben, gilt sogar den notorisch extrem wohlwollenden Berichterstattern einiger öffentlich-rechtlicher, deutscher TV- Sender mittlerweile als offenes Geheimnis. Man geht inzwischen von mindestens 4 Milliarden US-Dollars aus, die an die Salafisten-Partei Al-Nur gezahlt wurden, um Stimmen zu kaufen. Stimmenkauf hat in Ägypten noch aus der Mubarrak-Ära her eine lange und unheilvolle Tradition.

Was die Zukunft für die urägyptischen Christen, die sog. „Kopten“ bedeuten kann, ließen Vertreter der Salafisten unlängst verlauten. Sie sagten gegenüber ägyptischen Medien ganz offen, dass die islamische „Dschisija“, die Kopfsteuer für alle „schutzbefohlenen“ Nichtmuslime bald für die Kopten eingeführt werden müsse. Diese bekämen dann die „Chance“ entweder mit „bereitwilliger Unterwerfung“ diese Sondersteuer zu zahlen und damit ihre eigene Zweitklassigkeit im Staat am Nil anzuerkennen, oder auszuwandern.

Nun hat der koptisch-katholische Kurienbischof von Alexandria, Youhanna Golta, sich in der populären TV-Sendung  „Masr al-Jadida“ (Das neue Ägypten) zu diesen Forderungen geäußert. Er kommentierte diese Entwicklungen wörtlich mit dem Satz:

 Das werden wir bis zum Martyrium ablehnen.

Youhanna Golta

Falls diese Dinge tatsächlich durch eine parlamentarische Mehrheit in Gesetzesform gebracht würden, wären die Christen in Ägypten bereit, dies mit liberalen Muslimen gemeinsam zu bekämpfen und sie würden außerdem die Al-Azhar-Universität in Kairo als höchste, geistliche und „Scharia-Justiz“-Autorität im Lande anrufen. Und weiter sagte Bischof Golta aus:

 Keinesfalls wenden wir uns an die UNO oder an irgendeine ausländische Macht, weil das nichts bringt. Und wenn alles nichts nützt, zahlen wir unser Blut dafür, dass man uns nicht in die Zeit zurückversetzt, in der wir versklavt waren. Wir schreiben bald 2012 und die ‚Jizya‘ wurde Mitte des 19. Jahrhundert abgeschafft. Wir sind der Ursprung dieses Landes und keine Gastarbeiter oder Immigranten.

Hier spricht der Gottesmann einige wichtige Fakten an. Die Salafisten wollen tatsächlich die Zeit zurückdrehen und beweisen dies u. a. eben auch durch derartige Forderungen nach der Dschisija. In dem zitierten Interview wandte sich Bischof Golta auch erneut gegen die immer wieder aufkommenden Vorwürfe, dass in christlichen Schulen und Sozialeinrichtungen evangelisiert werde. Er wies auf die bis zu 80 % muslimische Mitarbeiter und Schüler hin, denen lediglich Werte wie Verantwortungbewusstsein und Ordnung beigebracht würden. Das Zusammenleben dort sei aber friedlich und gut.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN IN ÄGYPTEN. IHRE ZUKUNFT SIEHT DERZEIT NICHT ROSIG AUS, WIR MÜSSEN IHRE ZUKUNFT GANZ DEM VATER IM HIMMEL ANVERTRAUEN.

(Quelle: „kath.net“ vom 14. Dezember 2011)

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