Indien: neue Angriffe auf Christen gemeldet

Der Präsident des „Global Council of Indian Christians“, der auch in unserem Blog schon mehrfach zitierte Sajan K. George, hat sich zu den jüngsten Anschlägen auf Christen und christliche Symbole am Wochenende des „internationalen Tages der Menschenrechte“ geäußert.

Karte von Indien

Indien

Vor allem auf die Dreistigkeit der Täter, die offensichtlich keine strafrechtliche Verfolgung ihrer Aktionen fürchten müssen, wies er dabei hin. Am 09. Dezember 2011 hielt Pastor Vasunia Ramesh von der „Faith Calvary Church“ im Ort  Jhabua’s Jhaida (Provinz Andra Pradesh) ein Gebets- und Fastentreffen für Frauen ab. Mitglieder der (lt. Wikipedia) radikalhinduistischen Kaderorganisation „Rashtriya Swayamsevak Sangh“ (RSS) umzingelten daraufhin das Gebäude und begannen damit, Steine auf die darin Anwesenden zu werfen. Es wurden Bibeln angezündet, Kruzifixe zu Boden geworden, eine Gläubige wurde ihres Schmuckes beraubt und ein Christusbild zerstört. Am gleichen Abend wurde der Pastor erneut attackiert, geschlagen und der „Zwangskonversionen“ bezichtigt, was ein ebenso weit verbreiteter, wie praktisch niemals zutreffender Vorwurf.

Im Ort Nalgonda in Andra Pradesh, Indien, wurde am 11. Dezember 2011 der Pastor Bangaraiah von der „New Fellowship Gospel Church“ von radikalen Hindus (vermutlich der  Vishwa Hindu Parishad/VHP) attackiert und gesteinigt. Er trug Verletzungen davon und musste von Mitgliedern der Gemeinde in ein nahgelegenes Krankenhaus gebracht werden. Eine Kopfwunde musste dort mit 14 Stichen genäht werden. Der Skandal wird dadurch komplettiert, dass direkt neben der Kirche eine Polizeistation liegt, deren Beamte keinen Finger für den Gottesmann rührten.

Ein Akt antichristlichen Vandalismuses ereignete sich in Mangalore, Provinz Karnataka, wo die Grotte des Heiligen Antonius von Padua mit Steinwürfen attackiert wurde. Ein Schutzglas wurde dabei zertrümmert und die Statue des Heiligen beschädigt. Das GCIC zählt damit in diesem Jahr allein im Bundesstaat Karnataka 42 Übergriffe gegen Gläubige und christliche Symbole.

Sajan K. George ruft jetzt die indischen Sicherheitsbehörden dazu auf, die Sicherheit der christliche Inder in der Weihnachtszeit zu gewährleisten. Sie sollten sicherstellen, dass die „nationalistischen Kräfte nicht länger ihre Herrschaft des Terrors während der Feiertage voranbringen“. Über die Attacken sagt George:

Diese Angriffe sind ein klares Zeichen der Straf-Freiheit, die Hindu-Extremisten hierzulande geniessen. Diese Kräfte attackieren und beschimpfen Christen mit unschöner Regelmässigkeit, die doch die einzigen sind, welche ohne ein Verbrechen begangen zu haben, ins Gefängnis geworfen werden. Die christliche Minderheit lebt ein einem Klima der Unterdrückung.
Wo nur noch zwei Wochen bis Weihnachten sind, fordern wir von den staatlichen Behörden, die  Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen, damit die Christen Weihnachten in Frieden feiern können. Sind wir Bürger zweiter Klasse, dass wir so behandelt werden können ? Oder brechen wir die Verfassung, wenn wir unseren Glauben bekennen ?

Die wachsende Ungeduld der indischen Christen über den Mangel an Änderungen in den Verhältnissen im Land wird in den Worten Sajan K. Georges spürbar. Christen sind in manchen Bundesstaaten scheinbar willkommenes „Freiwild“ so eine Art „Gewalt-Ventil“ für soziale Frustrationen. Solange die Behörden nicht dagegen vorgehen, wird das auch so bleiben.

BITTE BETEN SIE FÜR EINE ÄNDERUNG DER VERHÄLTNISSE IN INDIEN.

(Quelle: „asia news“ vom 13. Dezember 2011)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s