China/Tibet: erstmalig Hauschristen in Lhasa inhaftiert

Wie aus dem „Reich der Mitte“ bekannt wurde, haben chinesiche Behörden erstmalig Hauschristen im annektierten Tibet festgenommen.

China

Wir erinnern uns: Tibet wurde 1950 unter völkerrechtlich umstrittenen Umständen durch die Volksrepublik China annektiert. Seitdem wurde in dieser „autonomen Region“ eine niegesehene, kulturelle Umgestaltung des buddhistischen Gottkönigreiches vorgenommen, die zwar einerseits zu einer spürbaren Verbesserung der Infrastruktur und Anbindung an „Rest-China“ geführt hat, aber andererseits einer brutalen „Ent-Tibetisierung“ des Landes gleichkommt.

Auf die wenigen Christen in Tibet hatte all dies bislang wenig Auswirkungen. Die extrem überschaubare Zahl der Konvertiten und „Neubekehrten“ lebte eine derartig obskure Randexistenz, dass sie praktisch „unter dem Radar“ hindurchflogen.  Durch den Zuzug chinesischer Siedler kamen auch Christen ins Land, die nun erstmalig ins Visier der staatlichen Organe gerieten.

Elf Christen, unter der Leitung von Bruder  Song Kuanxin, wurden von der Polizei in Lhasa um den chinesichen Nationalfeiertag, den 01. Oktober (2011 in diesem Fall) herum, inhaftiert und einen Monat lang z. T. ohne gültiges Anklagedokument festgehalten. Bisher sind keine anderen, ähnlichen Vorfälle gegenüber Christen aus dieser Himalaya-Region bekanntgeworden. Song Kuanxin selbst wurde am 05. Oktober 2011 festgenommen und zwei Tage später wurde eine Anklage gegen ihn wegen des „Verdachtes auf Mitgliedschaft in einem Kult“ nachgeschoben.

Später wurde ihm mitgeteilt, dass seine Haft bis auf 30 Tage verlängert wurde, da er „überall Verbrechen“ begangen habe. Nicht gerade ein sehr präziser oder spezifischer Vorwurf. Während seiner Haft wurde Bruder Song regelmässig durch das Wachpersonal wegen seines Glaubens verspottet und geschlagen. Am 11. November 2011 wurde Song Kuanxin schließlich entlassen, wobei man ihm gleichzeitig mitteilte, dass alle Besitztümer, welche die Polizei in seiner Wohnung beschlagnahmt hatte (darunter zwei laptops), als „Werkzeuge seiner kriminellen Aktivitäten“ gelten müssten und von den Beamten „zerstört“ worden seien. De facto werden ihm die wertvollen Gegenstände unter den konfiszierten Dingen wohl durch die Beamten gestohlen worden sein.

Die Monitorgruppe „China Aid“ ruft alle Christen vor allem (aber nicht nur !) in China zum Gebet für die Geschwister in Tibet auf. Sie hoffen trotz allem auf Gottes Hilfe, denn die Kirche wächst eben auch unter Verfolgung, da diese die Nachfolger Christi von Anfang an begleitet habe.

BITTE BETEN SIE FÜR EINE ERWECKUNG AUCH IN TIBET. WIE WÄRE ES Z. BSP. , WENN SICH POLIZISTEN BEKEHREN UND SOLCHE UNSINNIGEN HAFTBEFEHLE NICHT MEHR AUSFÜHREN WÜRDEN ?

(Quelle: „china aid“ vom 13. Dezember 2011)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s