Was geht ab in Bethlehem ?

In der Vorweihnachtszeit darf man das schon einmal fragen. Was ist los in Bethlehem, dem Geburtsort des Erlösers Jesus Christus ? 

Kreuz mit Horizont.

das Kreuz

Ein „idea“-Reporter macht sich unlängst auf den Weg zur Geburtsstätte des Erlösers und fand dabei interessante Dinge heraus, die man beachten sollte. Gleich zur Einleitung fasst Matthias Pankau seine ersten Eindrücke folgendermaßen zusammen:

 Der Ort, an dem den Berichten der Bibel zufolge Jesus geboren wurde, ist auch reichlich 2.000 Jahre später Pilgerziel für Millionen Christen aus aller Welt. Und das, obwohl das kleine Städtchen in der Adventszeit mit den vorweihnachtlichen Vorstellungen eines Mitteleuropäers wenig gemein hat. Statt nach Glühwein und gebrannten Mandeln riecht es nach fettigen Falafelbällchen und unverbranntem Diesel. Statt Advents- und Weihnachtsliedern sind Sirenengeheul und Muezzinrufe zu hören. Und statt Schneeflocken gibt es Sonne satt bei fast 20 Grad.

Ein gesunder Schuss Realität. Das Wetter ist warm, die Bevölkerung gleichgültig. Über die traditionelle Geburtskirche Christi schreibt der Journalist dies:

 Nachdem die christlichen Kreuzfahrer das Gotteshaus im 12. Jahrhundert gründlich renovierten und ausbauten, verfiel es in den folgenden Jahrhunderten unter osmanischer (also islamischer) Herrschaft zunehmend. Im 17. Jahrhundert begann man damit, den Gebäudekomplex zu sichern und instand zu setzen.

Drei verschiedene Kirchen-Organisationen teilen sich diese Heilige Stätte. Die katholische Kirche sowie die Armenisch-orthodoxe und die Griechisch-orthodoxe Kirche. Kleinliche Streitigkeiten machten dies im 18. Jahrhundert an dieser Stelle ebenso notwendig wie in der Grabeskirche in Jerusalem. Das verfallende Dach des in keinem Guten Zustand befindlichen Gebäudes soll auf Anweisung der palästinensischen Autonomiebehörde nach Ostern 2012 repariert werden. Interessanterweise ist bei den Palästinensern der Tourismus-Beauftragte für solche Dinge zuständig. Man möchte also in ein Bauwerk investieren, dass in der Folge dann unzählige Euros und Dollars in die Kassen spülen soll.

Aber die Wirtschaftslage der muslimischen und christlichen Händler und Geschäftsleute ist nicht unbeeinflusst von den Konflikten in Nahost. Der Dauerkrieg von Hamas, Hisbollah und ähnlich Gestrickten gegen den Staat Israel hat ganz konkrete Auswirkungen auf sie:

 Doch viele Händler und Ladenbesitzer sind unzufrieden. Die bis zu 8 Meter hohe Betonmauer und die Sperrzäune, die Israel vom palästinensischen Westjor-danland – und damit auch Bethlehem von Jerusalem – trennen sowie die damit verbundenen Kontrollen an den Grenzübergängen verunsicherten viele Touristen, sagen sie.

Vor allem scheint es die kleinen, meist christlichen Ladenbesitzer in der Bethlehemer Innenstadt, in der Nähe der Geburtskirche, zu betreffen. Einer von ihnen wird so zitiert:

 Roni Tabasch … : „Zu uns in die Innenstadt kommen nur noch wenige.“ Einige der zahlreichen christlichen Geschäfte rund um die Geburtskirche hätten deswegen bereits schließen müssen. Seines bisher noch nicht: Der 30-Jährige führt zusammen mit seinem Bruder Epiphanio in dritter Generation den Laden des Großvaters direkt neben der Geburtskirche. „Nativity Store“ (Geburts-Laden) steht auf dem Firmenschild.

Immer mehr Christen kehrten der Geburtsstadt Jesu den Rücken, um anderswo ein „neues, leichteres Leben“ zu beginnen, klagt er. Lediglich 15 % der knapp 22.000 Einwohner Bethlehems seien noch Christen. Zum Vergleich: um 1900 waren es noch 90 %! Umso wichtiger sei es, dass Protestanten, Katholiken und Orthodoxe aus dem Rest der Welt nach Bethlehem kämen. „Als Christen müssen wir zusammenstehen, wenn wir nicht möchten, dass im Geburtsort Jesu irgendwann gar keine Christen mehr leben.“

Das scheint sich mit dem Trend in allen, nahöstlichen Staaten bis auf Israel zu decken, wo die Zahlen der Christen mal langsamer, mal schneller auf die Zahl „0“ zulaufen. Durch Verdrängung, Vertreibung, Mord und Zwangskonversionen zum Islam werden die ältesten, christlichen Gemeinschaften der Welt zunächst marginalisiert, dann dominiert und dann auf „0“ gebracht. Iran, Irak, Libanon und bald auch Syrien machen es vor, Bethlehem reiht sich ein.

BITTE BETEN SIE AUCH FÜR DIE MINDERHEIT DER CHRISTEN IN DEN PALÄSTINENSERGEBIETEN. ALLZUOFT MÜSSEN SIE DIE ZECHE FÜR DEN NICHT GELÖSTEN NAHOSTKONFLIKT ZWISCHEN ISRAEL UND DEN IN ZUNEHMENDER WEISE FEINDSELIGEN NACHBARN AUSBADEN.

(Quelle: „kath.net“ vom 11. Dezember 2011)

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