Tag der Menschenrechte: Anliegen der verfolgten Christen auch im Fokus

Am „internationalen Tag der Menschenrechte“ am Samstag, den 10. Dezember 2011, wurden weltweit die Anliegen unterdrückter Gruppen und Einzelpersonen gedacht. Auch die verfolgten Kirchen und Christen wurden dabei nicht vergessen.

So hat unter anderem die Außenministerin der Vereinigen Staaten von Amerika, Hillary Clinton, erneut auf das Schicksal des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani hingewiesen und unmissverständlich dessen sofortige Freilassung gefordert. Der genaue Wortlaut:

Heute rufen wir jede Regierung dazu auf, alle aus Gewissensgründen Inhaftierten sofort und bedingungslos freizulassen, insbesondere Pastor Youcef Nadarkhani.

In den USA hat die private Stiftung „American Center for Law and Justice“ mittlerweile 200.000 Unterschriften für eine Petition zu Gunsten Nadarkhanis gesammelt. Diese Zahl hat offensichtlich die US-Regierung nicht unbeeindruckt gelassen. Menschenrechtsgruppen uns sonstige Beobachter gehen u. a. davon aus, dass die große, internationale Aufmerksamkeit, die dem Fall Nadarkhani zuteil wird, dafür gesorgt hat, dass der Gefangene nicht „heimlich, still und leise“ hingerichtet werden konnte. Das bedeutet leider nicht, dass dies nicht noch passieren kann, aber die Autoritäten der „Islamischen Republik Iran“ winden und drehen sich, um eine „schariakonforme“ Begründung zu finden, die zumindest in den islamischen Staaten anerkannt werden würde.

Auch die Situation der Menschenrechte in China, die sich nach Analysen von unterschiedlichen Menschenrechtsorganisationen im Verlauf des letzten Jahres erneut verschlechtert haben soll, stand im Fokus einiger Veranstaltungen. Als Beispiel hierfür sei nur die Veranstaltung im Lesesaal des Klosters Dachau genannt, auf der unter der Schirmherrschaft des Paters Klaus Schultz auf die Lage verschiedener, aus Gewissensgründen Verfolgter aufmerksam gemacht wurde.

Dabei hat u. a. unsere geschätzte Freundin und  unermüdliche  Menschenrechtsaktivistin Kornelia Plötz auf die Lage in China aufmerksam gemacht und dabei explizit den verschwundenen Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng als Aufhänger genutzt. Dieser hatte u. a. Mitglieder der in China verbotenen Meditationsbewegung „Falun Gong“ verteidigt und so konnte man vom Einzelfall auf die Situation im gesamten Lande rückschließen. Folterungen und schreckliche Verletzungen sämtlicher Bürger- und Menschenrechte wurden dabei offen angesprochen. Falun Gong Mitglieder aus Deutschland waren dabei ebenso anwesend wie Vertreter von Amnesty International und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte.

Auch in verschiedenen Kirchengemeinden wurde am darauffolgenden Sonntag in Fürbitten und Predigten auf die Bedeutung der praktischen Nächstenliebe auch für die von staatlicher, kultureller und religiöser Verfolgung bedrohten Minderheiten hingewiesen. In diversen Fürbittgebeten wurde vor allem der Kirchen gedacht, die nicht wie wir ungehindert das Fest der Weihnacht begehen können.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte hielt in Frankfurt/Main eine Mahnwache mit Reden verschiedener Fachleute ab, die sich mit Menschenrechtsverletzungen in verschiedenen Teilen der Welt befassten. Auf der bekannten Zeil konnte so eine große Öffentlichkeit für die Nöte der Unterdrückten erzielt werden.

BITTE SETZEN SIE SICH AUCH AUSSERHALB SOLCHER GEDANKTAGE FÜR DIE CHRISTEN EIN, DIE DISKRIMINIERT, INHAFTIERT, GEFOLTERT, VERTRIEBEN UND GETÖTET WERDEN, EINZIG UND ALLEIN WEIL SIE CHRISTUS ANBETEN WOLLEN.

(Quelle: „the epoch times“ vom 11. Dezember 2011 und  „the christian post“ vom 10. Dezember 2011)

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