Syrien: Christen in tödlicher Zwickmühle

In Syrien bahnt sich für die Christen die nächste Katastrophe an. Inmitten der sunnitisch-fundamentalistischen Aufstände, die von weiten Teilen der „westlichen“ Medien noch immer als „Freiheitsbewegung“ falsch verstanden werden, sieht die christliche Minderheit einer ungewissen Zukunft entgegen. 

Syrien

Bisher war Syrien für die christlichen Minderheiten der Assyrischen oder anderer Traditionskirchen ein (relativ zu anderen Ländern der Region) sicherer Ort. Das materialistisch-alawitische Regime der Baath-Partei unter den Assads Vater und Sohn kümmerte sich nur peripher um religiöse Belange. Nur, wenn es gar nicht mehr anders ging, wurde mit brutalsten Mitteln gegen die konspirierende Muslimbruderschaft der Sunniten vorgegangen. Die Nachbarschaft zum schiitischen Iran und die Jahrtausende zurückreichende Tradition des Christentums im Land beeinflussten syrische Offizielle immer in mehrfacher Hinsicht und sorgten dafür, dass u. a. auch viele Flüchtlinge der christenfeindlichen Massaker im Irak versuchten, sich hier eine Überlebensnische zu schaffen.

Diese ist nun in höchster Gefahr, da die sunnitischen Fundamentalisten, die versuchen, auch Syrien endgültig in einen schariakonformen Gottesstaat zu verwandeln, auf dem Vormarsch sind. Das Regime Assad, das zwar noch niemals als Hüter der Menschenrechte bekannt war, hat aber jahrzehntelang seine schützende Hand über die Minoritäten gehalten, denen es sogar möglich war, einen gewissen sozialen Aufstieg bis in Schlüsselstellen von Staat und Wirtschaft zu erreichen. Das alles erinnert fatal an den Irak, wo ein absolut diktatorisches Terror-Regime nun von einem Sammelsurium von Fundamental-Islamisten abgelöst wurde, das nichts eiligeres zu tun hatte, als erstmal mit der Verfolgung der Christen im Zweistromland zu beginnen. Das alles steht auch in Syrien zu erwarten.

Der Präsident von „open doors USA“ Carl Moeller, sagte dazu unlängst folgendes:

Die Christen stehen in Syrien ebenso im Kreuzfeuer, wie in vielen anderen Ländern des Nahen Ostens. Bis die Proteste gegen das Regime von Präsident Bashar Al-Assad begannen, genoss die christliche Gemeinschaft immerhin etwas Schutz. Jetzt haben sie Angst vor der Zukunft. Werden sie aus ihrem Land fliehen müssen, wie die irakischen Christen es in den letzten Jahren getan haben ? Bitte ermutigen Sie sie in Ihren Gebeten!

Es gibt ca. 1,5 Millionen Christen in Syrien. Zu denen muss man noch die 100.000 irakischen Flüchtlinge dazuzählen. Aus Syrien selbst wird bekannt, dass sich die Versorgungslage der Bevölkerung mit Gütern des alltäglichen Bedarfs wohl schnell verschlechtert. Anarchie und Gesetzlosigkeit sind die Folgen. Korrespondenten von open doors berichten aus dem Land, dass Banditen und radikalislamische Fundamentalisten versuchen, aus dieser Situation Kapital zu schlagen.

So haben in der Stadt Homs, nachdem sich Regierungstruppen einige Tage lang von dort zurückgezogen hatten, sunnitische Radikale damit begonnen, Kirchen zu plündern und zu beschädigen. Geweihte Sakralgegenstände seien gestohlen worden und Christen wurden bereits physisch angegangen. Es gibt glaubhafte Berichte darüber, dass sich Taxifahrer sogar in Damaskus zusammenschließen, um alleinreisende Frauen „zu belehren“, was in Kidnapping und Vergewaltigung enden kann und bereits geendet hat.  Alles Dinge, die es im vor-revolutionären Syrien selten bis gar nicht gegeben hatte.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE UMSTÄNDE IN SYRIEN. BITTEN SIE GOTT UM WEISHEIT FÜR DIE VERANTWORTLICHEN UND UM EINE GUTE ZUKUNFT DER SYRISCHEN CHRISTEN IN IHRER HEIMAT.

(Quelle: „christian today“ vom 08. Dezember 2011)

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