Berlin: Erste Mahnwache für Youcef Nadarkhani hat stattgefunden

Es ist geschafft, die erste Mahnwache zum Gedenken an Youcef Nadarkhani vor der iranischen Botschaft in Berlin ist Geschichte. 

Hamburg hatte es vorgemacht: dort wird seit Wochen in einem organisatorischen Bündnis aus Evangelischer Allianz und Internationaler Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM-Sektion Hamburg) für das Andenken des im iranischen Rasht, Gilan Provinz, im Gefängnis sitzenden Hauskirchenleiters demonstriert. Über seinem Haupt schwebt ein Todesurteil und die Hamburger haben schon seit Monaten durch Demonstrationen, Mahnwachen und Lichterketten auf seinen Fall aufmerksam gemacht. Oft genug war das dortige Iranische Konsulat der Treffpunkt solcher Mahnwachen.

wir sind hier

Nun hat ein spontanes Bündnis aus der veranstaltenden IGfM-Frankfurt, iranischen Christen aus Berlin und Frankfurt sowie des BGVK eine erste Mahnwache aus demselben Anlass vor der Botschaft der Islamischen Republik Iran in Deutschland, im Berliner Villenviertel des Bezirks Zehlendorf abgehalten. Ein kleines, aber fröhliches und entschlossenes Häufchen Menschenrechtler und Christen fand sich bei frischem, aber trockenen Dezemberwetter vor der Botschaft ein und liess keinen Zweifel daran aufkommen, dass auch hier in Berlin Pastor Nadarkhani nicht vergessen, nicht ignoriert wird.

Passanten wurden in Flugblättern auf das Schicksal des großen Dulders aufmerksam gemacht, Unterschriften wurden gesammelt und mit Tee aus der Thermoskanne der Durchhaltewillen aufrechterhalten. Kaum wurde es dunkel, zündeten wir „Lichter in der Dunkelheit“ an, um den Beamten in der Botschaft ein Licht aufzusetzen.  Ein abschließendes Gebet der iranischen und deutschen Christen, die ihrer Solidarität mit dem inhaftierten Gottesmann dort Ausdruck gaben, beendete die gelungene Veranstaltung.

Gute Gespräche und viel Aufklärungsarbeit lagen dann hinter uns. Man muss es als Auftakt sehen, denn die Nöte verfolgter Christen machen viel größere Anstrengungen notwendig, um ihren Anliegen in diesem Land, insbesondere in dieser oftmals sehr harten und ignoranten Stadt Aufmerksamkeit zu verschaffen. Aber dieser Anfang ist einmal gemacht und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Nochmals Dankeschön an die lieben Leute in Hamburg, die uns durch ihre Hartnäckigkeit gezeigt haben, wie es gehen kann.

Beim nächsten Mal dann bitte in größerer Zahl ! Es war mir eine Ehre, dabeigewesen zu sein und ich hoffe, dass wir derartiges noch öfter hier in Berlin veranstalten können.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR YOUCEF NADARKHANI. SEINE STÄRKE KOMMT VOM HERRN, ABER SEIN BEISPIEL KANN UNS ERMUTIGEN.

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Ein Gedanke zu “Berlin: Erste Mahnwache für Youcef Nadarkhani hat stattgefunden

  1. Die Berliner Christen sollten sich gehörig schämen. Nein, nicht die wenigen, die sowohl gegen die Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea am 07. Dezember 2011 als auch gegen die Inhaftierung Youcef Nadarkhanis am darauffolgenden Tag Stellung bezogen haben. Die viel zu wenigen…
    Wo ist die Solidarität der Gläubigen, wenn es um unsere ureigensten Angelegenheiten geht ? Wenn mal wieder die neueste „Sau durchs Dorf getrieben“ wird, dann springen auch Prediger und Pastoren in Wort und Tat gerne auf den fahrenden Zug auf. Umweltschutz, Ausbeutung der Schwachen, Kapitalismuskritik, Globalisierungs-Skepsis, das alles können Themen in unseren Kirchen sein. Aber scheinbar sind die ungerechtfertige Inhaftierung, das Foltern und Töten von Glaubensgeschwistern kein Thema. Menschenrechtsverletzungen ? Kümmern Christen in dieser Stadt anscheinend nur, wenn sie von bestimmten „ausgewählten“ Buhmann-Staaten verübt werden. Am liebsten natürlich von den USA (Stichwort Guantanamo). Eines scheint klar: wer sich nicht um seine eigenen Angelegenheiten kümmert, hat schon verloren. Der verliert Dinge, die er niemals zurückerhält.
    In diesem Sinne hoffe ich, dass bald die Kirchen, die Gemeinden, Pfarrer und Christen in Berlin aufwachen und sich der Sache der Christenheit annehmen.
    Denn das Christentum existiert auf dem ganzen Planeten, nicht nur auf unserem kleinen Teil davon !

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