Indien: provokativer Film erregt Proteste

In Indien erregt ein unlängst in die Kinos gekommener Film Widerstand in christlichen Kreisen.

Karte von Indien

Indien

Wer immer davon ausgeht, dass Christen nicht mehr für ihre Interessen einstehen und sich über nichts mehr aufregen könnten, der geht offensichtlich von europäischen Verhältnissen aus.  In Indien hat der Film „Wer ist da“ für Proteste (nicht nur) katholischer Christen gesorgt, da er stark verzerrende Ansichten über Jesus Christus verbreitet.

Nach tagelangen Protesten in Mumbai wurden nun der Produzent, der Regisseur und ein PR-Agent des Films verhaftet, da sie in offensichtlicher Weise gegen den ethischen Kodex der indischen Filmindustrie verstoßen hätten. Gegen Kaution werden die Männer zwar sicher wieder freikommen, aber allein das Signal dieser Inhaftierung ist nicht zu verachten. Allein das Werbeplakat für den Film kann als Aufruf zum Angriff auf Christen gewertet werden und auch die sonstige Werbung, die unter dem Motto „wir werden euch zeigen, wer Christus wirklich war“ erregt unter indischen Christen, darunter auch das „Catholic Secular Forum“ (CSF) heftigen Unwillen.

Der Sprecher der indischen Bischofskonferenz, Pater Babu Joseph, sagt dazu:

Dieser Film beleidigt den Glauben und das Empfinden der Christen und trägt zur Verbreitung des Hasses gegen Christen bei. Wir haben darum gebeten, dass er aus den Kinos zurückgezogen wird. Es gibt in Indien zu viele Kräfte, die versuchen den sozialen Frieden zu stören und dabei die Religion missbrauchen. Der christliche Glaube wird oft falsch dargestellt, um ihn zu diffamieren oder Hass zu schüren. Es ist nicht klar, wer sich hinter dem fraglichen Film verbirgt, doch es sind Elemente des extremistischen hinduistischen Gedankenguts zu erkennen, das in der Gesellschaft und in den Medien verbreitet ist. Christen sehen die Religion als Faktor des Friedens. Wir verurteilen jede Form der Blasphemie gegen jede Art der Religion.

Das CSF hat nun eine Unterschriftenaktion gegen den Film gestartet, in welcher der Rückzug des Machwerks aus den indischen Kinos gefordert wird.

BITTE BETEN SIE WEITER FÜR DEN RELIGIÖSEN FRIEDEN IN INDIEN.

(Quelle: „fidesdienst“ vom 05. Dezember 2011)

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