Nigeria: Kirchen niedergebrannt – Christen fliehen

Im nordost-nigerianischen Bundesstaat Yobe wurden am Samstag, den 26. November 2011, mehrere Kirchen durch ein terroristisches Überfallkommando der Gruppe “Boko Haram” niedergebrannt. 

Karte von Nigeria.

Nigeria

Die “Boko Haram” befindet sich seit diesem Jahr im offenen Krieg mit dem nigerianischen Staat. Sie hat das Ziel, Nigeria in einen islamischen Gottesstaat umzuwandeln und schreckt dabei vor nichts mehr zurück, wie das Bombenattentat auf die UN-Mission in der Bundeshauptstadt Abuja vom 26. August 2011 beweist. Beinahe täglich erreichen uns Meldungen von weiteren, grausamen Übergriffen dieser eng mit der Al-Shabaab in Somalia und darüber mit der Al-Kaida vernetzten Terrogruppe.

Nach Augenzeugenberichten aus dem Ort stellt sich der jüngste Überfall nun so dar: Am 26. November 2011, gegen 18.00 Uhr abends, fuhr eine Wagenkolonne der Boko Haram in den Ort Geidam im Bundesstaat Yobe und attackierte die dortige Polizeistation. Nachdem die Polizei überwältigt und ausgeschaltet war,  überfielen sie eine örtliche Bankfililiale, da man als ordentlicher Terrorist ja auch seine Waffen nicht umsonst bekommt. Aber das alles war nur das Vorspiel für die Gewaltorgie, die dann folgte.

Das Einsatzkommando warf Sprengsätze in 5 der örtlichen 8 Kirchen von Geidam, wobei sie freudig von den muslimischen Einwohnern des Ortes zu den Gebetsstätten, aber auch zu den von Christen geführten Geschäften geführt wurden. Diese wurden dann, weil man so schön “in Schwung” war, gleich ebenfalls abgebrannt. Die meisten Christen des Ortes befinden sich mittlerweile auf der Flucht, nur noch zwei von ehemals 8 Pastoren halten aus und sind noch vor Ort.

Pastor Amos Ajeje, 48, von der “Evangelical Church Winning All” (ECWA) in Geidam berichtet folgendes:

Es gibt keine Christen mehr in der Stadt. Alle Geschäfte, die Christen gehörten, wurden abgefackelt und dann von den Muslimen zerstört. Wir danken Gott, dass niemand getötet wurde, aber ich muss sagen, dass wir Angst haben, weil wir eine Minderheit hier sind. Insgesamt gab es vielleicht 700 Christen in Geidam und alle sind abhängig von ihren Geschäften, um überleben zu können. Jetzt, wo ihre Läden zerstört sind, wie werden sie überleben, falls sie hierbleiben ? Ich schätze, dies ist der Grund, warum sie nicht zurückgekehrt sind, seit sie aus der Stadt geflohen sind.

Warum wurden aber nicht alle Kirchen zerstört, sondern “nur” 5 von 8 ? Dazu gibt es eine authentische Stimme des zweiten, noch im Ort verbliebenen Gemeindeleiters, Pastor Bitrus Mshelbara von der “Church of Christ in Nigeria” (COCIN):

Meine Kirche wurde verschont, weil der Sohn meines muslimischen Nachbarn sich bei den örtlichen Muslimen befand, welche die Boko Haram Mitglieder begleiteten, als sie die Kirchen niederbrannten. Er bat sie darum, unsere Kirche nicht anzuzünden, weil das sein eigenes Haus betroffen hätte, das Wand-an-Wand zur Kirche gebaut ist. Außerdem war sein Vater gerade aus Krankheitsgründen zu Hause und hätte vielleicht nicht rechtzeitig fliehen können. Wegen dieser Bitten wurde unsere Kirche verschont.

Generell lief der Überfall aber folgendermaßen ab, wie Pastor Bitrus erzählt:

Die Muslime der Stadt gingen herum und zeigten den Boko Haram Mitgliedern die Kirchengebäude und die Läden von Christen. Diese warfen daraufhin Brandsätze in die Läden und Kirchen.

Seitdem sind fast alle der 700 lokalen Christen auf der Flucht. Die Gottesdienste am darauffolgenden Sonntag mussten abgesagt werden.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE FLÜCHTLINGE AUS GEIDAM UND ALLE CHRISTEN IM NIGERIANISCHEN BUNDESSTAAT YOBE.

(Quelle: “compass direct news” vom 02. Dezember 2011)

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Ein Gedanke zu “Nigeria: Kirchen niedergebrannt – Christen fliehen

  1. Haben Sie sich jemals gefragt, warum Muslime grundsätzlich unwillig sind, terroristische Straftaten ihrer Glaubensgenossen aufklären zu helfen ? Überall in Deutschland, den USA und in islamischen Staaten ohnehin ? Dann lesen Sie doch mal die Aussagen von Pastor Bitrus. Nein, die braven Muslime von Geidam haben keine Kirchen angezündet, haben keine Läden geplündert oder mit Brandbomben attackiert. Sie haben “nur” den Terroristen den Weg gewiesen und ihnen geholfen, also können sie ihre Hände in Unschuld waschen. Ein Bild für die Moschee-Gemeinden, in denen die Terroristen des 11. September oder die deutschen Taliban verkehrten.
    Warum hören wir in den deutschen Massenmedien, in den deutschen Kirchen und von den großen Hilfsorganisationen nichts darüber ?

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