Nahost: Christliche Monitorgruppe gibt Genozid-Warnung heraus

Wer bis jetzt dachte, dieser Schreiberling vom BGVK würde immer nur schlechte Nachrichten verbreiten und gnadenlos übertreiben in seiner wenig hoffnungsfrohen Einschätzung der Lage nahöstlicher Christen, für den habe ich jetzt eine interessante Nachricht:

Die christliche Monitorgruppe „christian solidarity international“ (CSI – nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen TV-Serien) gab vor wenigen Tagen eine Genozid-Warnung für die Christen in mehreren Ländern heraus. Dr. John Eibner, der Geschäftsführer von CSI sagte dazu:

Die Bedingungen für einen Genozid an der nichtmuslimischen Bevölkerung bestehen in verschiedenen Abstufungen über die ganze Region von Pakistan nach Marokko verteilt. Die Überlebenskrise der nichtmuslimischen Gemeinschaften ist besonders bedrohlich im Irak, in Syrien, Ägypten, dem Nordsudan, den Palästinensergebieten, dem Iran und Pakistan.

In einem Interview für eine englisch-sprachige, christliche Zeitung sagte er weiterhin, der „arabische Frühling“ habe

radikale islamistische Kräfte freigesetzt, die Christen und andere nichtmuslimische Minderheiten als „kufar“ ansehen, als „Ungläubige“. Wenn wir objektiv auf die Situation in der Region schauen, dann könnte der Ausbruch eines Krieges zur schnellen Auslöschung der nichtislamischen Gemeinschaften führen.

Eibner forderte US-Präsident Obama dazu auf, den Schutz dieser Gemeinschaften zur Top-Priorität der US-Politik im Hinblick auf den „arabischen Frühling“ zu machen. Ein diesbezügliches Schreiben an das Weiße Haus beendete Dr. Eibner mit den Worten:

Millionen von Leben und die Zukunft einer religiös pluralen Zivilisation im Nahen Osten stehen auf dem Spiel.

Wer jemals die Berichte von Schwester Hatune über ihre Hilfseinsätze in Syrien, der Türkei, dem Libanon oder Ägypten gelesen hat, der möchte Eibner zustimmen, so ungewohnt solche Töne auch für die Ohren der an die Vernebelungen unserer Massenmedien gewohnten Zeitgenossen sein mögen.

Eibner macht auch konkrete Vorschläge dafür, welche Maßnahmen die US-Regierung einleiten sollte. So spricht er davon, einen Appell zur Veröffentlichung einer Genozid-Warnung an den den UN-Generalsekretär zu richten und die Implementierung von Schutzmaßnahmen nach der Resolution 1366 des Sicherheitsrates zu verlangen. Außerdem könnten mindestens 15% der Gelder, die die Obama-Regierung für die Unterstützung der „Transition“ in den Revolutionsländern des Nahen Ostens ausgibt, für die Bekämpfung des islamischen Suprematismus ausgegeben werden.

Die Gruppe veröffentlichte auf ihrer Webseite außerdem die 11 am weitesten verbreiteten Merkmale für einen bevorstehenden Genozid, darunter auch „die Institutionalisierung … religiöser Diskriminierung im bestehenden Rechtssystem oder in den sozialen Gepflogenheiten“. Wer die Berichte über die Benachteiligung von Christen im juristischen Systems Pakistans oder Ägyptens kennt, der kann dies durchaus als gegeben ansehen.

(Quelle: „the christian post“ vom 30. November 2011)

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