Indien: auf Kaution befreiter Pastor spricht…

Wir berichteten mehrfach über den Fall des anglikanischen Pastors Chander Khanna aus dem indischen Teil Kaschmirs. Dieser war wegen „Zwangskonversionen“ verhaftet worden, weil er sieben Ex-Muslime getauft hatte.

Chander Khanna

Wir werden an dieser Stelle den Fall nicht mehr aufrollen, bitte lesen Sie dazu unsere Artikel

HIER und

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Nun hat der Gottesmann von der „Allerheiligen-Gemeinde“ in Srinagar ein Interview gegeben, in welchem er über seinen Fall spricht. Der BGVK hat sich das Vergnügen gegönnt, dieses Gespräch für Sie, liebe Leser, aus dem Englischen zu übersetzen:

Reverend Khanna, was kam bei Ihrem Verfahren heraus ?

I war das Opfer einer Verschwörung. Kein Anwalt in Srinagar wollte meinen Fall vertreten. Die Anwaltskammer bedrohte alle Anwälte in Kaschmir, um meinen Fall zu boykottieren. Zweimal musste der Richter meine Kautionsanhörung vertagen. Letztlich haben sie mich nur freigelassen unter der Bedingung, dass ich den Bundesstaat nicht verlasse. Als ich das Gefängnis verlies, waren davor Proteste zu sehen und auf dem Heimweg musste ich zweimal den Wagen wechseln, damit uns niemand folgt.

Bitte erzählen Sie uns von den Umständen, die zu Ihrer Verhaftung führten.

Karte von Indien

Indien

In Kaschmir sind wir Christen eine sehr kleine Gemeinschaft. So ungefähr 250 Personen gegen eine Mehrheit der Muslime, dennoch dienen wir durch von uns geführte Schulen… Wir laufen niemals herum und evangelisieren und wir laden nie Menschen dazu ein, zum Christentum überzutreten. Diese sieben jungen Männer kamen fast sechs Monate lang zu unserer Kirche, sie wollten aufmerksam dem Wort Gottes zuhören und sie saßen sehr respektvoll während der Gottesdienste in der Gemeinde. Nach diesen Monaten kamen sie zu mir und sprachen zu mir von ihrem Wunsch, die Kommunion zu empfangen und Christen zu werden. Also erhielten sie Taufunterricht, nach dem sie vor der ganzen Gemeinde getauft wurden. Diese Sieben wählten völlig frei die Taufe.

Bedauern Sie es, diese Taufen vorgenommen zu haben ? 

Absolut nicht ! Diese Taufen wurden im hellen Tageslicht vor der gesamten Gemeinde vollzogen. Ich hatte keine versteckten Motive, oder finanzielle Interessen daran. Ich bin ein ordinierter Diener der Kirche Nordindiens und ein indischer Staatsbürger, der in einem säkularen Land lebt. Als Diener der Kirche haben wir unsere eigene Verkündigungsmission. Die Schrift sagt uns, dass wir ausgehen, das Wort Gottes verkündigen und taufen sollen.  Dies ist der Auftrag, der der Kirche gegeben wurde im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Hier in Kaschmir sind wir eine sehr kleine Gemeinde, aber es ist, als ob wir in einem islamischen (Gottes-, Anm. d. Übers.) Staat leben würden. Ein (illegales, Anm. d. Übers.) Schariagericht zitierte mich herbei und ich ging dorthin, weil ich ihnen erklären wollte, dass ich absolut nichts illegales oder verfassungwidriges getan hatte.

Reverend, was möchten Sie den Muslimen Kaschmirs und an anderen Orten, wo Christen in der Minderheit sind, sagen ? 

Ich möchte ihnen sagen, dass wir alle Söhne des Urvaters Abraham sind, die friedlich miteinander leben und an der Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses arbeiten wollen. Es gibt viele Dinge am Gebet, die sie nicht verstehen. Es ist dringend notwendig, dass sich Intellektuelle und geistliche Leiter zusammensetzen und einen Dialog zum Nutzen aller eröffnen. Den geistlichen Gemeinschaften müssen mehr geistliche Werte vermittelt werden, um ihnen zu mehr Verständnis zu verhelfen, damit sie zusammenleben können. Die Botschaft Christi bedeutet Liebe zu verbreiten und nicht Hass: deshalb wollen wir Christi Liebe durch unseren Dienst und unsere Leben Ausdruck verleihen.

Sind Sie bereit, in Ihre Kirche zurückzukehren, trotz der Morddrohungen ?

Natürlich. Es ist unabdingbar, dass Versöhnung zwischen den beiden Gemeinschaften stattfinden muss, damit wir einander verstehen und helfen können. Sowohl der Islam als auch das Christentum sind Religionen des Friedens. Ich bin auf niemanden sauer, ich bete dafür, dass Gott auch ihnen die Wahrheit offenbaren kann. Es gibt keine andere Macht als die der Guten Nachricht des Evangeliums, welche ich als kostenloses Geschenk erhalten habe. Ich kann Menschen näher zu Gottes Liebe bringen.

(Quelle: „asia news“ vom 02. Dezember 2011)

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Ein Gedanke zu “Indien: auf Kaution befreiter Pastor spricht…

  1. Dieser Mann ist eine Sensation. Er wird übelst gemobbt, von haßerfüllten Irren noch nach dem Haftaufenthalt verfolgt, über seinem Kopf hängt eine Todesdrohung und er schafft es, sich noch immer etwas vorzumachen. Den Islam als „Religion des Friedens“ zu bezeichnen, nach dem, was er durchgemacht hat, ist entweder bittere Ironie oder ein Anzeichen von beginnendem Wahnsinn. Frieden gibt es im Islam nur in der Form der Friedhofsruhe für alle Nichtmuslime und der übelsten Zucht und Kontrolle für alle, die sich diesem Gewalt- und Todeskult hingeben. Chander Khanna weiss das und hofft noch immer. Er sollte nur noch auf Gottes Eingreifen hoffen, statt sich seine Feinde schönzureden.

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