Nigeria: mindestens 45 Christen getötet

Wie in verschiedenen Medien berichtet wird, sind im nigerianischen Bundesstaat „Plateau State“ in der vergangenen Woche mindestens 45 Christen bei religiös motivierten Stammeskonflikten getötet worden.

Karte von Nigeria.

Nigeria

In Angriffen von Angehörigen des nomadischen Volksstammes der Fulani auf Angehörige der Berom im nigerianischen Bundesstaat Plateau sind in den letzten November-Wochen mindestens 45 Menschen getötet worden. Die Fulani sind muslimische Vieh-Herden-Besitzer, die Berom niedergelassene Bauern. Man sieht: da gehen viele „klassische“ Konfliktlinien durch den Bundesstaat. Nomaden gegen Ackerbauern, Fulani gegen Berom,  Muslime gegen Christen.

Die Attacken begannen nach Angaben lokaler Beobachter am 20. November 2011 und entzündeten sich zum wiederholten Male über unbewiesene Vorwürfe des „Viehdiebstahls“ durch Berom. Am 23. November 2011 wurde eine Kirche im Ort Barkin Ladi gewaltsam angegriffen, wonach vier getötete Christen zu beklagen waren, darunter der Bibellehrer Yakubu Pam. Neue Attacken am darauffolgenden Tag auf den Ort und die Kirche, sowie das nahegelegene Dorf Kwok hinterließen erneut 35 christliche Todesopfer. Ein Ohrenzeuge, Landwirt Choji Panjamo, 51, berichtet, dass das unvermeidliche „Allahu Akbar“ (Allah ist größer !) dabei gegröhlt wurde. Panjamo erwähnt, dass die Angreifer aus allen Richtungen in den Ort eindrangen, wahllos auf Christen schossen und deren Häuser anzündeten.

Die Zahlen der Gläubigen, die noch Gottesdienste in Barkin Ladi besuchen, ist aktuell am Sinken, weil viele Christen aus Angst vor weiteren, brutalen Angriffen den Ort verlassen. Die Kirchen halten deshalb nur noch reduzierte Gottesdienste ab, falls sie überhaupt öffnen. Die „Church of Christ in Nigeria“ (COCIN), die in Barkin Ladi eine Kirche unterhält, hatte üblicherweise ca. 1.200 Gottesdienstbesucher am Sonntag. Am 27. November 2011 kamen nur noch 50 !Ein weiblicher Flüchtling, der namentlich nicht genannt werden möchte, wird folgendermaßen zitiert:

Christen flüchten weil sie keine Schusswaffen haben, um zurückzuschlagen. Die Muslime haben Schusswaffen und sie haben Milizen, die für sie kämpfen, also haben wir keine Wahl, als zu fliehen.

Der wirkliche Skandal beginnt aber, als nigerianische Truppen in den Ort gerufen wurden, um die Ordnung wiederherzustellen. Die mehrheitliche muslimischen Soldaten ergriffen sofort die Partei der Angreifer, beteiligten sich an den Massakern und bezogen als Objektschützer vor der örtlichen Moschee Posten, während die Kirchen ungeschützt blieben. Dies führt u. a. dazu, dass die örtliche Baptistenkirche niedergebrannt wurde. Hier wird nicht zum ersten Male die Frage der Verwicklung nigerianischer Sicherheitskräfte in religiös motiverte Abscheulichkeiten aufgeworfen. Beobachter haben schon länger den Verdacht, dass bestimmte Kommandeure und Einheiten von Militär und Polizei, aber auch verschiedene Lokalpolitiker, bereits für die aggressiven Islamisierer Nigerias (angeführt von der Terrogruppe „Boko Haram“) Partei ergriffen haben.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE VERTRIEBENEN CHRISTEN NIGERIAS. MITTLERWEILE IST AUS EINEM „TRÖPFELN“ VON CHRISTEN AUS DEM MUSLIMISCHEN NORDEN IN DEN NEUTRALEN SÜDEN EIN STETER STROM GEWORDEN. DIE LANDFLUCHT UND RELIGIÖS MOTIVIERTE VERTREIBUNG STELLT NIGERIA VOR IMMER GRÖSSERE PROBLEME MIT DEM BINNENFLÜCHTLINGSSTROM.

(Quelle: „compass direct news“ vom 28. November 2011)

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