Iran: staatliche Behörden heizen antichristliche Stimmungen an

Aus dem Iran sind Beobachter der Lage ja einiges gewohnt. So überrascht auch die Nachricht von „Mohabat-News“ nicht mehr, dass dort staatlicherseits eine bestimmte Gemeinde „zum Abschuss freigegeben“ wurde. 

Iran

Die „Assemblies of God“ Gemeinde Markaz in Teheran wurde in letzter Zeit durch zurechtgezimmerte Berichte über angeblich „massive, evangelistische Aktivitäten“ zu einem Zentrum „staatsgefährdender Aktivitäten“ hochstilisiert. Dies alles ist vor dem Hintergrund steigenden Interesses vieler Iraner an Informationen über das Christentum zu sehen. Die übereinstimmenden Einschätzungen mehrerer Hilfsorganisationen, christlicher Satelliten-Networks und christlichen „Monitorgruppen“, dass eine langsam aber sicher wachsende Nachfrage nach christlichen Informationen im Iran besteht, werden von staatlichen Medien und Propagandisten mit wütenden Attacken und massiven Verleumdungen beantwortet. Dabei greifen sie mittlerweile auf immer verzweifeltere Massnahmen zurück.

So ist erst unlängst bekanntgeworden, dass der Iran im Internet eine „online-Radiostation“ mit dem Namen „Stimme Christi“ starten will, auf der christliche Glaubensinhalte diskreditiert und die „Überlegenheit des Islam“ dargestellt werden soll. Die Infamie, die im Missbrauch des Namens unseres Erlösers liegt, muss ich wohl keinem Leser näher erklären. Aber auch Konferenzen, vor allem in der Provinz Gilan, sollen unter der Überschrift „die Reise vom Christentum zum Islam“ die These unterstützen helfen, der Islam sei die endgültige und ultimative Religion. Vergessen wir in diesem Zusammenhang nicht: die Gilan-Provinz ist die Heimat von Youcef Nadarkhani.

Eine staatliche Webseite wird nun bezüglich der eingangs erwähnten Kirchengemeinde folgendermassen zitiert:

Die Versammlung der Kiche von Markaz besteht aus christlichen Extremisten, die verschiedene Wege der Mitgliedergewinnung nutzen und die muslimische Jugend des Iran zum Glaubenswechsel bringen. Sie zerstören das Bild des heiligen Regimes des Iran in der Welt. Sie betrügen junge Leute, indem sie ihnen den Flüchtlingsstatus in anderen Ländern versprechen.

Weiterhin wird behauptet, die „Assembly of God“ hätte Kontakte zu US-Massenmedien.

Ganz abgesehen davon, dass allein das Verkünden des Evangeliums und Kontakte zu diversen Medien in den freien Ländern des „Westens“ keinerlei Anlass zur Kritik gäben, ist auch der Rest dieser Vorwürfe ein ziemlich schlampig gestricktes Konglomerat reiner Vorwürfe, die nur darauf abzielen, bestimmte, negative Emotionen der Iraner zu wecken.

Mohabat – News sagt dazu:

Diese unbewiesenen und in die Irre leitenden Vorwürfe über die angeblichen Aktivitäten von iranischen Kirchen um Jugendliche anzuziehen, kommen zu einer Zeit, in der der „Supreme Leader“, Gelehrte und islamische Geistliche – ebenso wie wichtige Schlüsselpersonen der Revolutionsgarden und anderer Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste – ernsthafte Anstrengungen unternehmen, dem Christentum entgegenzuarbeiten.  Die Kirchen halten es nicht für notwendig, die ihnen vorgeworfenen Versprechungen zu machen, um muslimische Jugendliche zum Christentum einzuladen.

Abschließend gibt Mohabat – News eine ermutigende, positive Aussicht, die jedoch nicht von allen Beobachtern so geteilt wird:

…trotz Drohungen, Folter, Schlägen, Inhaftierungen und Hinrichtungen, wenden sie iranische Jugendliche in Scharen vom Islam ab und wollen ihre Leben und religiösen Überzeugungen auf selbst reflektierten Informationen begründen.

Bereits im Jahre 2009 waren Gottesdienste der Markaz-Gemeinde in Teheran von staatlichen Organen des Iran geschlossen worden, weil die Anzahl der Farsi-sprechenden Gottesdienstbesucher den schiitischen Muslimen „nicht geheuer“ geworden war.

SO BETEN WIR AUCH WEITERHIN FÜR DIE GEISTLICHE ERWECKUNG IM IRAN, GANZ GLEICH OB DIE OPTIMISTISCHEN BERICHTE SICH NUN ALS WAHR ODER WUNSCHDENKEN HERAUSSTELLEN.

(Quelle: „assist news service“ vom 24. November 2011)

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