Pakistan: Begriff „Jesus Christus“ ist für Innenministerium obszön (update 22.11.2011))

„Doch darf sich ´die Botschaft von diesem Jesus` auf keinen Fall noch weiter unter der Bevölkerung verbreiten. Deshalb wollen wir ihnen unter Strafandrohung verbieten, in Zukunft irgendeinem Menschen gegenüber seinen Namen auch nur zu erwähnen.“  (Apg 4, 17, NGÜ)

Wir, die wir Christus nachfolgen, wissen, dass im Namen unseres Herrn allein eine Kraft liegt, die befreit. Eine Kraft, in der die Apostel „wandelten“ und ihren Mitmenschen Gutes taten.  Diese Kraft ist noch heute erkennbar und wirksam, wenn z. Bsp. Segnungen eben auch „im Namen des Sohnes“ erfolgen, oder der Name unseres Herrn im Gebet und Gottesdienst angerufen wird.

Was sollen wir Gläubigen nun also von einem Land halten, in dem der Name Christi, also der Begriff  „Jesus Christus“ ganz offiziell als „obszön“ gilt ? Nun, ich schlage jedem Christen vor, dazu sein Gewissen zu befragen und sich die folgende Story zu Gemüte zu führen:

Im Januar hat der pakistanische Innenminister Rehman Malik bereits alle Behörden angewiesen, Webseiten und SMS zu kontrollieren und zu blockieren, die „anti-islamische“ und „obszöne“ Inhalte befördern würden. Personen, die solche Botschaften absendeten und in Pakistan wohnhaft seien, sollten strafrechtlich belangt werden können. Zur Durchsetzung dieser Maßnahmen wies Malik seinen Staatssekretär an, ein Komitee zu bilden, dass aus Angehörigen der „Pakistan Telecommunications Authority“ (PTA), der „Pakistan Electronic Media Regulatory Authority“ (PEMRA) und der pakistanischen Bundespolizei FIA bestehen sollte. Ziel dieser Bemühungen sei es, Webseiten aufzuspüren, die „Anti-Islamische und gegen Pakistan gerichtete Propaganda“ betrieben. Die Bürger Pakistans wurden aufgefordert, den Behörden fleissig derartige Web-Angebote zu melden.

Nun wird aus Pakistan bekannt, dass die oben erwähnte PTA alle Telekommunikationsanbieter im Rahmen dieser Initiative angewiesen hat, SMS mit bestimmten „obszönen“ Kennworten nicht mehr zu befördern. Sie gab dazu einen Katalog von „Schlüsselbegriffen“ heraus, die lauter für Pakistan und den Islam „höchst gefährliche“ Begriffe enthalten, die geblockt werden müssten. Darunter sind Begriffe wie „Athleten-Fuss“, „Flatulenz“, „Frontscheinwerfer“ oder „Hintertür“ in Englisch und Urdu.

Der wirkliche Skandal, jenseits der Lächerlichkeit des Verbannens der bereits genannten Worte, liegt nun aber darin, dass auch der Begriff „Jesus Christus“ auf dieser Liste, die die PTA ganz sicher in Abstimmung mit dem Innenministerium entworfen hat, auftaucht. Mit dieser Aussage ist also der Herr und Erlöser für die pakistanischen Authoritäten sowohl „anti-islamisch“ und „gegen Pakistan gerichtet“ als auch „obszön“. Wie das Zitat aus dem Wort Gottes, das ich diesem Artikel vorangestellt habe, beweist, ist das Blockieren der Nachricht vom rettenden Evangelium fast genauso alt, wie unser Glaube. Aber deshalb ist es noch immer nicht akzeptabel und sozusagen zu einer zu vernachlässigenden Dauereinrichtung geworden.

Zensur ist ja nun eine Spezialität von vielen Verfolgerstaaten. Dass weder in Kuba noch China die Internet-User alle Webseiten frei und „ungefiltert“ aufrufen können, weil staatliche Behörden ihnen dort vorschreiben, was sie sehen dürfen und was nicht, ist ja allgemein bekannt. Auch ähnliche Aktivitäten im Iran sind ja sicher niemandem unbemerkt geblieben. Nun hat es eben Pakistan erwischt. Interessant, dass die Staaten, die sich als oberste „Webseiten- und SMS-Blockierer“ betätigen auch „Dauergäste“ im Weltverfolgungsindex von open doors sind.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE FREIE, UNGEHINDERTE WEITERGABE DES EVANGELIUMS IN ALLER WELT. DIE MISSION IST UNSER BIBLISCHER AUFTRAG UND WIRD SICH WEDER IN PAKISTAN NOCH ANDERENORTS AUFHALTEN LASSEN.

(Quellen: „Indian Express“ vom 13. Januar 2011 und „BBC“ vom 17. November 2011)

UPDATE vom 22. November 2011: die PTA hat eine Revision der Liste und ein verzögertes Inkrafftreten der Richtlinie in Aussicht gestellt. Wir werden am Ball bleiben.

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3 Gedanken zu “Pakistan: Begriff „Jesus Christus“ ist für Innenministerium obszön (update 22.11.2011))

  1. Pingback: Christenverfolgung: „Jeden Tag schlimmer als der andere“! « kopten ohne grenzen

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