Indien: katholische Nonne erschossen

Schwester Valsa John, 53, wurde am 15. November 2011 vor ihrem Haus von Unbekannten erschossen. Die Nonne von den „Schwestern der Wohltätigkeit von Jesus und Maria“ diente in der Region Dhumka jahrzehntelang dem Volk der Santal.

Karte von Indien

Indien

Der Trauergottesdienst für Schwester Valsa fand am 17. November 2011 in der Kathedrale von Dumka, Bundesstaat Jharkhand, statt. Viele Gläubige und mehrere Verwandte der Ordensfrau nahmen daran teil. Schwester Valsa war am 15. November 2011 von Unbekannten vor ihrem Haus niedergeschossen worden. Vermutlich war ihr Engagement für das Volk der Santal dafür ausschlaggebend. Schwester Valsa hatte immer wieder für die Santal gegenüber den Kohle-Konzernen (der sog. „Kohle – Mafia“) Stellung bezogen und sich für diese indische Volksgruppe eingesetzt.

Bischof Julius Marandi von Dumka sagte dazu gegenüber „asia news“:

Ihr gewaltsamer Tod war ein schrecklicher Schock und ein großer Verlust der Kirche.  Wir verlangen Gerechtigkeit, aber während wir diesen Verlust betrauern, geht unsere Mission für die Armen, die Schwachen und die, denen man kein Gehör schenkt, weiter …

Es gibt noch kein offizielles Ermittlungsergebnis bezüglich des Todes von Schwester Valsa John. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die diversen Drohungen, die sie bereits in der Vergangenheit von kriminellen Banden erhielt, jetzt in die Tat umgesetzt wurden.

Jesuitenpater Tom Kavala, der 15 Jahre lang mit Schwester Valsa zusammenarbeitete, weiss folgendes zu berichten:

Schwester Valsa schuf eine Santal-Organisation, um die Ausbeutung und den Landhunger der mächtigen Kohle – Lobbies aufzuhalten und Ausgleichszahlungen von diesen Lobbies zu erhalten. Vor sechs Jahren hat eine dieser Kohle-Lobbies versucht, neun Dörfer aufzukaufen und Schwester Valsa mobilisierte daraufhin die örtlichen Armen dagegen. Die Kohlebarone strengten 33 Klagen gegen sie und ihre Anhänger an und viele von ihnen endeten im Gefängnis.

Im Jahre 2007 war die Ordensfrau bereits einmal verhaftet worden, als sie gegen eine illegal errichtete Kohlemine auf dem Land der Santal im Distrikt Pakur demonstrierte.

Bischof Marandi:

Schwester Valsa zahlte den Preis für den Einsatz zu Gunsten der Armen und Verteidigungslosen gegen die Interessen der Kohlemafia mit ihrem Leben. Die Kirche von Dumka und ganz Jharkhand betet darum, dass ihr Martyrium die Mission der Kirche erneuert, Glaubenszeugen zu sein.

BITTE BETEN WIR DOCH ALLE FÜR MEHR STANDFESTE, GLAUBENSSTARKE CHRISTEN IN DER WELT, DIE ZU GUNSTEN DER SCHWACHEN BIS ZUM ÄUSSERTEN GEHEN. DANKEN WIR GOTT FÜR BEISPIELE WIE DAS VON SCHWESTER VALSA JOHN.

(Quelle: „asia news“ vom 17. November 2011)

 

 

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