Syrien: Was wird aus den Christen ?

Die Proteste gegen Präsident Bashar el-Assad und seine Regierung laufen nun seit Monaten. Dieser antwortet mit militärischer Gewalt und das Ergebnis sind derzeit ca. 3.500 Tote. 

Syrien

Soweit, so schlecht und so bekannt. Die Medien berichten ja zur Genüge darüber und wir sind also informiert. Worüber wir nicht informiert sind ist folgendes: die Christen Syriens, die eine durchaus relevante, zahlenmässige Minderheit darstellen, geraten immer mehr zwischen die Mühlsteine fundamentalistischer Sunniten, die aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten angefeuert werden einerseits und dem Assad-Regime andererseits, dass immer weniger zwischen Opposition und Minderheiten differenziert.

Seit Monaten gibt  es Berichte darüber, dass Christen von den Aufständischen dazu gezwungen werden, sich ihren Protesten anzuschließen, um nicht als „Feinde des Volkes“ mit Assad gleichgesetzt zu werden und dementsprechend brutale Misshandlungen zu erfahren. Haben unsere Medien dieses Thema schon einmal aufgegriffen ?

Ebenso ist wenig bekannt, dass sich noch immer zahlreiche exilirakische Christen im Lande aufhalten, wohin sie nach dem Ende des Saddam-Regimes fliehen mussten, weil ihre Sicherheit in der Heimat nicht mehr gewährleistet werden konnte.  Diese Flüchtlinge befinden sich, legal oder illegal, noch immer zu Tausenden im Land und können von den erneuten Unruhen nur besorgt sein, da sie fatal an die unmögliche Sicherheitslage im Irak erinnern, vor der sie entkommen waren. Die Iraker wollen nicht, dass ihre syrischen Geschwister dasselbe durchmachen müssen, wie sie selbst und ihre Kirchen.

Dr. Patrick Sookhdeo, internationaler Direktor des „Barnabas-Funds“, einer christlichen Beobachter-Gruppe, sagte dazu folgendes:

Syrien ist ein sehr sicherer Ort für die Christen in Nahost gewesen, eines der wenigen arabischen Länder, wo sie mit Respekt behandelt wurden und mit der muslimischen Mehrheit gleichberechtigt waren.  Syrien hat eine lange Geschichte, verfolgte Christen anderer Länder aufzunehmen. Aber ich habe große Angst davor, dass wir in Syrien einen neuen Irak heraufziehen sehen.

Diese Besorgnis wird von allen, sachkundigen Beobachtern der „Arabellion“ geteilt.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE AUFERHALTUNG DER RELIGIÖSEN TOLERANZ IN SYRIEN. DIE MÖGLICHEN VERÄNDERUNGEN DER POLITISCHEN VERHÄLTNISSE DÜRFEN DORT NICHT WIE IM IRAK AUF DEM RÜCKEN DER CHRISTLICHEN MINDERHEIT STATTFINDEN.

(Quelle: „christian today“ vom 16. November 2011)

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