Indien: neue Attacken auf Christen in Karnataka

Ein übles „Jubiläum“ feiert die Christenheit im indischen Bundesstaat Karnataka: der 39. und 40. antichristliche Angriff in diesem Jahr ! 

Karte von Indien

Indien

In der Region Hassan des Bundesstaates Karnataka sind am Wochenende des 12. und 13. November 2011 wieder ultranationalistische Hindus der Bewegung „Bajrang Dal“ gegen Kirchgänger vorgegangen. Wie schon üblich, wurden wieder sog. „Zwangskonversionen“ zum Vorwand genommen, um Christen inhaftieren zu lassen, denen wohl nicht mehr vorzuwerfen war, als dass sie an Gottesdiensten teilgnenommen hatten.

Aber zu den Fakten: am Samstag, den 12. November 2011 wurden in der Stadt  Belur sechs Mitglieder der „Dienst von Bethel“ – Kirche an der Bushaltestelle von Bajrang-Dal Aktivisten umringt, ausgefragt und dann beschimpft. Schließlich wurden sie alle dazu gezwungen, zur Polizeistation von Harehally zu gehen, wo die Christen inhaftiert wurden. Auf Initiative des „Global Council of Indian Christians“ (GCIC) wurden immerhin mittlerweile vier von ihnen wieder auf freien Fuss gesetzt. Zwei sind noch immer in Haft.

Am Sonntag, den 13. November 2011, stürmten Angehörige der Bajrang Dal den Gottesdienst in der Immanuel-Kirche in Arkalgud, beschimpften die Gläubigen, bedrängten Pastor Nagaraj und zerrissen Bibeln. Wie in diesen Fällen üblich, nahm die einige Zeit später eintreffende Polizei nicht die Angreifer, sondern den Pastor und drei weitere Gemeindemitglieder fest.  Alle vier sind bislang noch immer in Haft.

Wir erinnern uns:  „Zwangskonversionen“ stehen in Indien unter Strafe. Die entsprechenden Gesetze werden in der Praxis aber oftmals dafür genutzt, religiöse Minderheiten einzuschüchtern und zu bedrängen, indem fälschlich behauptet wird, diese würden besondere Anreize für Neuchristen bieten oder gar Zwang zum Glaubenswechsel ausüben.
Ähnliches gilt im benachbarten Pakistan im Bezug auf den „Blasphemieparagraphen“. Auch dort wird mit falschen Anschuldigungen eine „Bereinigung“ der religiösen Landkarte angestrebt.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE INHAFTIERTEN. DAFÜR, DASS SICH BALD ALLE BESCHULDIGUNGEN GEGEN SIE IN LUFT AUFLÖSEN MÖGEN UND SIE WIEDER FREIKOMMEN.

(Quelle: „asia news“ vom 14. November 2011)

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