Indonesien: der Krieg des Bürgermeisters von Bogor gegen die Yasmin-Kirche geht weiter

Unlängst hatten wir über den scheinbar schwindenden Rückhalt des Bürgermeisters in seiner eigenen Partei im indonesischen Bogor für seine illegalen Massnahmen gegen die Yasmin-Kirchengemeinde berichtet.

Indonesien

Ganz unabhängig davon, wie zuverlässig diese Berichte waren, Diani Budiarto, der sich ganz offensichtlich vor den Karren islamischer Extremisten spannen lässt, gibt nicht nach und verschärft sogar die Massnahmen gegen die Mitglieder der christlichen Yasmin-Gemeinde. Nun lässt er die Zugangsstraßen zum umstrittenen Gelände des Kirchenrohbaus der Gemeinde sperren.

Der Sprecher der Yasmin-Gemeinde, Rechtsanwalt Bona Sigalingging, wies erneut in einem Schreiben an „Asia News“ darauf hin, dass die Haupt-Opposition gegen den bereits gerichtlich erstrittenen und damit völlig legalen Kirchenbau in Bogor von einer islamischen Organisation namens „Muslim Indonesia Communications Forum (Forkami)“ käme, die von einem bekannten Radikalen namens Ahmad Iman geleitet wird. Unter dem Einfluss dieser Gruppe sieht Sigalingging den Bürgermeister.

Nun hat Budiarto einen weiteren, wenn auch nicht unerwarteten Schritt auf dem Pfad der Verfolgung der Yasmin-Kirche getan. Er ließ am vergangenen Sonntag sämtliche Zugangsstraßen zur Versammlungsstelle vor der von ihm ebenfalls gesperrten Kirchenbaustelle von einer unheiligen Koalition aus Forkami-inspirierten Radikalen sowie zivilen und uniformierten Sicherheitskräften blockieren. Die Gläubigen waren gezwungen, sich im Haus eines Gemeindemitgliedes zu treffen, um den Gottesdienst halten zu können.

Mittlerweile hat sich auch die indonesische Legal Aid Foundation (Rechtshilfe-Stiftung) der Sache angenommen. Ihr Vorsitzender, Todung Mulya Lubis, verfasste einen Brief an den Präsidenten Indonesiens, Yudhoyono, in dem er diesen um sein Eingreifen „zur Aufrechterhaltung der Herrschaft des Gesetzes“  bat. Er schrieb abschließend:

Herr Präsident, Sie sind die letzte Hoffnung der Yasmin-Gemeinde, auf das Respektieren ihrer Rechte.

BITTE BETEN SIE MIT MIR FÜR DIE EINHALTUNG DER „PANCASILA“ IN INDONESIEN, DAS STAATSPRINZIP DER „EINHEIT IN DIVERSITÄT“ UND DEN RELIGIÖSEN FRIEDEN, DEN DIES FÜR JAHRZEHNTE IM LANDE ERMÖGLICHTE. DIESER IST NUN DURCH ISLAMISCHE RADIKALE GEFÄHRDET.

(Quelle: „asia news“ vom 14. November 2011)

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