Österreich: Gedenken an das Martyrium der Kopten

Am Weltgebetstag der verfolgten Christen, dem 13. November 2011, versammelten sich in Wien auf Einladung der christlichen Menschenrechtsgruppe „CSI“-Österreich Christen, um auf die Lage der Kirchen unter Verfolgung aufmerksam zu machen.

Kreuz mit Horizont.

das Kreuz

Vor allem die Situation der koptischen Kirche, speziell nach dem Ende des Mubarrak-Regimes, war Thema einer Versammlung vor dem berühmten Stephansdom in Wien, bei dem verschiedene Redner sich zu Wort meldeten. Nach Berichten von Teilnehmern hatten sich vor allem junge Kopten an diesem Treffen beteiligt und legten so Zeugnis für die Solidarität mit den Leiden der koptisch-orthodoxen Kirche in Ägypten ab.

Unser Partnerblog „Kopten ohne Grenzen“ schreibt dazu folgendes:

Der Generalsekretär der SCI Österreichs, Herr Dr. Elmar Kuhn, sprach darüber, dass die Christen in den islamischen Ländern massiv verfolgt werden. Wie er sagt, haben diese Menschen nichts verbrochen, außer dass sie an Jesus Christus glauben. Das wird ihnen in solchen Ländern als Verbrechen angerechnet. Dr. Kuhn erwähnte zuerst Pakistan, Indonesien, Nigeria, Iran, Irak, Sudan, Eritrea und viele anderen Länder, in denen die Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Über Koptenverfolgung nannte er einige Beispiele wie die Entführung minderjähriger Koptinnen, welche zwangsislamisiert werden, und Zerstörung der koptischen Kirchen und der Besitztümer der Kopten in allen Bundesländern. Mit den Kopten (Jungendlichen und Erwachsenen) und den versammelten Katholiken und Passanten, die stehenblieben, betete Dr. Kuhn das Gebet, welches alle Christen verbindet: „Vater Unser“!

Auch der den Lesern von KoG und aufmerksamen Lesern diverser anderer Publikationen nicht unbekannte Victor Elkharat nahm das Wort:

Nach Dr. Kuhn sprach ein koptischer Journalist und Menschenrechtler namens Victor Elkharat über „den sibirischen Winter“, den die erfundene Revolution vom 25. Januar den Kopten brachte.

Auch die um 12.00 Uhr folgende Messe im Stephansdom nahm das Thema des Tages noch einmal auf. Wieder zitieren wir mit freundlicher Erlaubnis KoG:

Während der katholischen Messe in dem Stephansdom wurde lange über das Leid der Kopten berichtet. Der zelebrierende Bischofsvikar erwähnte vieles über die Angriffe auf die Kopten seit Beginn dieses Jahres und las vor, was in den christlichen Medien diesbezüglich betrifft. Er wiederholte den Spruch: „Wir sind die Stimme der Stimmlosen“. Wir danken der katholischen Kirche für ihre Solidarität und die Gebete aller Gläubigen. Unser Appell an alle Menschenrechtler, Patrioten und Blogger: Verbreitet die Berichte über die Christenverfolgung in den islamischen Ländern, damit die Bürger erfahren, was die Medien ihnen verheimlichen.

Dieser letzten Aufforderung kommen wir gerne nach und geben sie ebenso gerne weiter. Die Medien spielen tatsächlich in ganz Europa und wie man hört sogar in den USA, die sich so viel auf  „freedom of speech“ anrechnen lassen, eine undurchsichtige Rolle in der Unterdrückung scheinbar unliebsamer Fakten.  Oftmals ist man tatsächlich auf das Internet angewiesen, um die Wahrheit zu erfahren.

Aber genug der Medienschelte. Ich wünsche mir viele, solche Aktionen wie die in Wien in ganz Europa, wo Christen aus allen Traditionen sich in Solidarität mit den unterdrückten Geschwistern zusammenfinden und in christlichem Selbstverständnis eindeutig Stellung beziehen.

HEUTE BITTE ICH SIE DARUM, DAFÜR ZU BETEN, DASS VIELE CHRISTEN IN GANZ EUROPA AUFWACHEN UND SICH FÜR DIE LEIDEN IHRER GESCHWISTER IN ASIEN, AFRIKA ODER NAHOST ZU INTERESSIEREN BEGINNEN. WENN WIR EIN BEWUSSTSEIN FÜR DIE EINHEIT DES LEIBES CHRISTI GEWINNEN, WERDEN VIELE NICHT LÄNGER SCHWEIGEN UND AKTIV WERDEN WOLLEN.

(Quelle: „Kopten ohne Grenzen“ vom 13. November 2011)

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Ein Gedanke zu “Österreich: Gedenken an das Martyrium der Kopten

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