Großbritannien: Anhörung zur Situation des Christentums hat begonnen

Wir denken, unser Glaube sei „fest verankert“ in Europa, Nord- und Mittelamerika oder dem südlichen Afrika ? Nun, wir leben in Zeiten des Umbruchs. Dies wird durch die jüngste Parlamentsanhörung in Großbritannien deutlich.

Großbritannien

Nein, liebe Leser, die offene Christenverfolgung beschränkt sich derzeit noch auf Länder, die eher nicht zu den Regionen gehören, die ich bereits genannt habe. Aber die offene, brutale Verfolgung des Glaubens hat oftmals eine Vorgeschichte, „Vorstufen“ sozusagen, die dann in einer Ausgrenzung von Christen aus der Gesellschaft enden, welche für Nachfolger Christi auch lebensbedrohlich werden kann.

Dies vorausgeschickt, wird Ihnen sicher klar sein, warum ich den folgenden Bericht aufgenommen habe.
In Großbritannien hat eine Anhörung zur Situation der Christen in Großbritannien begonnen. Es soll dort ermittelt werden, ob und gegebenenfalls inwiefern Christen im „United Kingdom“ von Gesetzesänderungen, jüngsten Gerichtsentscheidungen und bestimmten, weltlichen  gesellschaftlichen Initiativen, betroffen sind.

Christliche Interessengruppen haben in den vergangenen Monaten Alarm geschlagen. Sie konstatieren, das gesellschaftliche Klima werde für überzeugte Christen, die ihren Glauben bekennen,  immer „härter“ und feindlicher. Es hat zum Beispiel den Fall eines christlichen Ehepaares gegeben, das ein „bed and breakfast“ betreibt und aus Gewissensgründen einem homosexuellen Paar die Übernachtung verweigert hatte. Dagegen hatten die Betroffenen geklagt und nach den „Anti-Diskriminierungsgesetzen“ Großbritanniens Recht bekommen. Dass dadurch möglicherweise in die unernehmerische Freiheit des Paares eingegriffen wurde und auch unter Umständen ihr freier Ausdruck religiöser Überzeugungen betroffen sein könnte, ist bislang in die britische Rechtsprechung noch nicht als Gedanken eingegangen.

Der Anhörung sitzt der Konservative Parlamentsabgeordnete Gary Streeter vor. Repräsentanten von vier christlichen Gruppen haben bereits vor den Parlamentariern ausgesagt. Darunter die Evangelische Allianz, „Premier Christian Radio“, die „Christliche Gemeinschaft der Anwälte“ und die Maranatha-Gemeinschaft. Im Vorfeld war aus christlichen Kreisen die Ansicht zu hören, dass der christliche Glaube derzeit im Land vor der „größten Herausforderung seit 400 Jahren“ stünde.

Dennis Wigley von der Maranatha-Gemeinschaft ging sogar soweit, in der Anhörung davon zu sprechen, dass derzeit „eine Auseinandersetzung um das Herz der Nation“ stattfinde, bei der Christen immer mehr die Möglichkeit einbüßten, sich frei zu äußern und ihre Überzeugungen mitzuteilen. Der geschäftsführende Direktor der Christlichen Anwaltsgemeinschaft (LCF), Mark Barrell, sagte, dass sich Christen in Großbritannien immer mehr der Tatsache bewusst würden, dass sie „nicht gleich seien vor dem Gesetz“ und deshalb immer öfter trotzdem Klagen anstrengten, um dennoch ihre Bürgerrechte einzufordern.

Ein weiterer Mitarbeiter der LCF, Tom Cordrey, erinnerte die Parlamentsabgeordneten an den Fall einer Standesbeamtin aus Islington, die aus Gewissensgründen darum gebeten hatte, keine homosexuellen Gemeinschaften mehr registrieren zu müssen und die dafür ebenfalls wegen Diskriminierung belangt worden war. Er hätte sich mehr Fingerspitzengefühl der Verantwortlichen gewünscht, da es noch mehr Standesbeamte in Islington gibt, die derartige Zeremonien durchführen können.

Der Direktor von „Premier Christian Radio“, Peter Kerridge, wies darauf hin, dass die Christen immer mehr Möglichkeiten einbüssten, sich und ihren Glauben öffentlich ausdrücken zu können. „Andere Gruppen“ würden schrittweise dafür sorgen. Als Beispiel für die Auswirkungen dieser Tendenz nannte er die staatliche BBC, die „auffällig wärmer, sympathischer und freundlicher in ihrer Berichterstattung über den Muslimischen Glauben“ sei, „als in ihrer Berichterstattung über den Christlichen Glauben“.

Die Anhörungen werden am kommenden Dienstag weitergehen, wenn Vertreter der Kirche von England, der katholischen Bischofskonferenz Englands,  von Baptisten und Methodisten ihre Einschätzungen vortragen werden.

BITTE BETEN SIE AUCH DAFÜR, DASS DIE SCHLEICHENDE DIFFAMIERUNG UND DISKREDITIERUNG UNSERES GLAUBENS IN DER ÖFFENTLICHKEIT DER „WESTLICHEN LÄNDER“, DIE ZUR BENACHTEILIGUNG VON BIBELTREUEN CHRISTEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM BEITRÄGT, EINER RUHIGEREN, GELASSENEREN DISKUSSIONSKULTUR WEICHEN MÖGE.

(Quelle: „Church Times“ vom 11. November 2011)

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Ein Gedanke zu “Großbritannien: Anhörung zur Situation des Christentums hat begonnen

  1. Respekt, Briten. Immerhin befassen sie sich überhaupt mit der Situation. Hier in Deutschland würde eine Anhörung schon am Widerstand der Linken und der Verwässerung durch Grüne und SPD scheitern. Hierzulande würde man dann vielleicht über „die eingeschränkten Möglichkeiten, relgiöse Freiheit zu leben“ reden und am Ende eine Empfehlung in den entsprechenden Bundestagsausschuss geben, der auf den Bau von mehr Moscheen und Koranschulen hinausläuft. Schade, dass wir schon soweit sind.
    Nur wird das Reden den Briten auch nicht mehr helfen. Die ersten „Scharia-Zonen“ existieren ja bereits und die öffentliche Diffamierung des Christentums wird sicher in den kommenden Jahren noch zunehmen. Armes Europa.

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