Nigeria: Bischof beklagt Komplizenschaft von Politikern mit Terrogruppe

Der Bischof von Maiduguri im Bundesstaat „Borno State“ von Nigeria, Oliver Dasche Doeme, spricht gegenüber „Kirche in Not“ von einer Komplizenschaft von Politikern und Sicherheitskräften mit der islamischen Terrorgruppe „Boko Haram“.

Karte von Nigeria.

Nigeria

In einem Telefongespräch mit „Kirche in Not“ sprach er davon, dass lokale Politiker offensichtlich versuchten, die Terroristen zu instrumentalisieren, um gegen andere politische Fraktionen Druck zu machen und den Norden des Landes endgültig von Christen zu „reinigen“.

Seit Freitag (sic !), den 04. November 2011, hatte es im nigerianischen Norden, vor allem in den Städten Damaturu und Maiduguri, eine Serie verheerender Bombenanschläge  gegeben, bei denen über 150 Menschen getötet wurden. Ziele waren wie immer vorrangig Polizeistationen, Sicherheitsbehörden, christliche, theologische Seminare und Kirchen.

Bischof Doeme erklärte dazu wörtlich:

Es ist ein Teil des Plans der  Boko Haram, die Christen aus Borno State zu vertreiben.

Die katholische Nachrichtenbörse „Zenit“ schreibt dazu:

In Borno gilt die Scharia bereits als Grundlage der Gesetzgebung. Dies gehe den Islamisten jedoch nicht weit genug. Sie hätten vor, „alle Menschen des Bundesstaates gewaltsam zum Islam zu bekehren“. Bischof Doeme berichtete, die Islamisten hätten bereits Teile der Polizei und anderer Sicherheitskräfte unterwandert. Er bitte die Regierung in dieser Situation inständig um ihren Schutz für alle Bürger.

Eine der Bomben der letzten Anschlagsserie hat auch eine der größten Kirchen in der Diözese von Bischof Doeme zerstört. Er berichtet davon, dass die Kirche „unserer lieben Frau“ in Damaturu, die einst mehr als 1000 Gläubigen einen Platz zum Feiern des Gottesdienstes geboten hatte, jetzt in Schutt und Asche liegt.  Dasche Doeme:

„Letzten Sonntag musste der Gottesdienst im Gemeindehaus gefeiert werden“, beklagte Bischof Doeme. „Die Regierung muss endlich dafür sorgen, dass wir unseren Glauben frei leben dürfen.“

Und weiter:

Konkret kritisierte der Bischof die Regierung des nordnigerianischen Bundesstaates Borno, dessen Hauptstadt Maiduguri ist, sie habe „die Menschen im Stich gelassen“, indem sie die Sicherheit mutwillig nicht gewährleistet habe. „Es gibt mächtige Politiker, die es den Islamisten ermöglichen, vor Ort Waffen zu kaufen und herzustellen“, sagte Bischof Doeme. Religion sei in seiner Diözese ein heikles Thema, daher falle es den Politikern leicht, Hass und Misstrauen unter den Menschen zu säen. Die Jugend der Region sei arm, schlecht ausgebildet und arbeitslos. „Sie sind eine leichte Beute für die Islamisten“, warnte der Bischof.

In diesem Sinne:

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN IN NORD-NIGERIA. IHR ÜBERLEBEN HÄNGT AN DER ENTSCHLOSSENHEIT DER POLITIKER UND SICHERHEITSKRÄFTE, DER VERFASSUNG UND DEN MENSCHENRECHTEN AUCH IN DIESEN „SCHARIA-ZONEN“ GELTUNG ZU VERSCHAFFEN.

(Quelle: „Zenit“ vom 08. November 2011)

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