Vietnam: Kloster gestürmt ! Polizei, Miliz und TV mit dabei !

In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi wurde am Donnerstag, den 03. November 2011,  das örtliche Redemptoristen – Kloster von einem Mob aus Hooligans, TV-Crews und uniformierten Polizisten gestürmt.

Vietnam

Der Mönch Bruder  Joseph Nguyen Van Phuong vom Redemptoristen – Orden wird folgendermassen zitiert:

Die Vorkommnisse ereigneten sich am 03. November gegen 14:45 Uhr, als Hunderte von Polizisten, Milizionäre mit Kampfhunden und gemietete Schläger in Begleitung von staatlichen Fernsehteams unsere Leute angriffen und das Kloster verwüsteten.

Die Menge sprengte die Tore des Klosters auf und wütete zerstörerisch im Inneren des Klosters. Mehrere Mönche hatten bereits bei dem Versuch, den Mob am Betreten des Geländes zu hindern, Beschimpfungen und Prügel einstecken müssen.

Die Angriffe waren nicht ungeplant, da sie in der Mittagsruhe erfolgten, in der das etwas abgelegene Kloster nicht sehr belebt ist. Der Mönch Bruder Pham Xuan Loc versuchte, sich dem wütenden Mob im Inneren des Gebäudes entgegenzustellen.  Er wurde umgehend beiseitegeprügelt. Als die Mönche mit ihren Kirchenglocken schließlich Alarm riefen, kamen aus nahegelegenen Stadtteilen und Kirchengemeinden Priester und einige Tausende Christen herbei, um zu sehen, was sich dort abspielte. Angesichts der Übermacht zogen sich die (staatlichen ?) Banditen wieder zurück.

Aber dies war nicht der erste derartige Zwischenfall. Auch im Jahre 2008 hatte es bereits im September und November ähnliche Angriffe auf das Kloster gegeben. Nach dem ersten Angriff 2008 hatte der damalige Erzbischof von Hanoi, Joseph Ngo Quang Kiet, ein Protestschreiben an die staatlichen und polizeilichen Autoritäten verfasst, woraufhin im November ein zweiter Angriff erfolgte.

Ausgelöst wurde dieser Konflikt zwischen katholischer Kirche und dem kommunistischen Staatswesen Vietnam durch die Beschlagnahme von kirchlichem Landbesitz. Als dieser im Jahre 2008 an eine Erschließungsgesellschaft verkauft werden sollte, hatte die Kirche mit Protesten und Forderungen nach der Rückgabe des Landes begonnen. Damals hatte der Staat zurückgezuckt und das fragliche Stück Land in einen Park umgewandelt. Als nun die Gegend um den sog. „Ba Giang“-See zum weiteren Streitpunkt wurde, begannen erneut Proteste gegen den illegalen Landverkauf an Privatinvestoren. Dieser Verkaufsplan scheint nun ebenfalls gescheitert zu sein.

Nun will die Verwaltung stattdessen aus dem See ein Abwasser-Sickerbecken machen mit ungeklärten Folgen für die Umwelt und die oftmals christlichen Anwohner. Dies hatte erneut Proteste zur Folge, deren staatlichen „Gegenangriff“ wir oben beschrieben haben. Dieser war nämlich der Höhepunkt einer medialen Schmutzkampagne gegen die katholische Kirche und eines akustischen Terrors zur Unterbrechung von Messen mittels Lautspecher-Anlagen.  Es scheint, als ob im kommunistischen Vietnam Rechtssicherheit ein Fremdwort für Christen sei.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN IN HANOI. IHRE RECHTE WERDEN MIT FÜSSEN GETRETEN, ABER NOCH WEHREN SIE SICH.

(Quelle: „independent catholic news“ vom 04. November 2011)

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