Algerien: Christen inhaftiert wegen „Evangelisation“

Am Samstag, den 29. Oktober 2011, wurden in einem Dorf nahe Bougous in der nordöstlichen El-Tarf-Provinz an der Grenze zu Tunesien fünf Christen wegen diverser Vorwürfe festgenommen. 

Algerien

Schon einen Tag später, am Sonntag, den 3o. Oktober 2011, wurden sie bereits einem Richter vorgeführt, der die Anklagen wegen:

  • Abhalten eines Gottesdienstes an einem „illegalen“ Ort,
  • „Proselytenmacherei“ (Christen nennen das einfach: Evangelisation)
  • „Beleidigung des Islam“

prüfen sollte. Die Monitorgruppe „International Christian Concern“ geht davon aus, dass weitere Anklagen und Haftgründe folgen werden.

Es wird davon ausgegangen, dass die Inhaftierten zur Protestanischen Kirche von Algerien (EPA) gehören. Dieser wurde im Juli 2011 nahegelegt, für alle ihre Gemeinden Registrierungsverfahren zur staatlichen Anerkennung zu beantragen. Seit einer Gesetzesänderung im Jahre 2006 ist diese für alle Nicht-Islamischen Glaubensgemeinschaften obligatorisch, die seitdem von staatlichen Behörden Genehmigungen zum Abhalten von Gottesdiensten erwerben müssen. Ebenso ist das „Registrieren“ von Gebäuden als Kirchen vorgeschrieben.

Ob und inwieweit die Anklagen zutreffen mögen, ist bislang nicht zu ermitteln. Sollten neue Fakten bekannt werden, werden wir diesen Artikel um die entsprechenden Passagen ergänzen.

BETEN SIE BITTE FÜR DIE KLEINEN, CHRISTLICHEN GEMEINDEN IN MAROKKO, ALGERIEN, TUNESIEN UND LIBYEN. AUFGRUND IHRER GERINGEN ZAHL SIND SIE OFT OPFER GERADEZU „BEILÄUFIGER“ REPRESSION UND UNTERDRÜCKUNG.

(Quelle: „BosNewsLife“ vom 01. November 2011)

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2 Gedanken zu “Algerien: Christen inhaftiert wegen „Evangelisation“

  1. Da ist es wohl einfach zu vermuten, dass auch hier bereits der „arabische Frühling“ zuschlägt. Für die Christen von Marokko bis Pakistan wird das wohl ein islamischer Winter des Hasses und der Verzweiflung. Warum sollten wir noch dabei mithelfen, dort überall islamistische Regime an die Macht zu bringen ?

  2. Ich finde es immer wieder bewundernswert, was für einen hohen Preis manche Christen bereit sind zu bezahlen! In solchen Ländern nachzufolgen ist schon stark. Lasst uns für diese Länder beten und uns die Christen dort zum Vorbild nehmen!

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