Kuba: Baptistenpastor verhaftet

Am Mittwoch, den 19. Oktober 2011 ist im kubanischen Ort Taguayabón der baptistische Gemeindeleiter Pastor Mario Felix Lleonart Barroso verhaftet worden.

Kuba

Barroso, der auch als Internet-Blogger und Unterstützer der kubanischen Menschenrechtsbewegung bekannt ist, wurde zunächst darüber informiert, dass er unter Hausarrest gestellt worden sei. Ein Grund dafür wurde, wie in Diktaturen üblich, nicht angegeben.  Da werden nicht ganz zufällig Parallelen zur Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in Burma sichtbar. Autoritäre Regime greifen offensichtlich immer gerne zu den gleichen Mitteln, um die Wahrheit, auch die Wahrheit des Evangeliums, „mundtot“ zu machen. Aber sei dem, wie es sei:

Pastor Barroso weigerte sich zunächst dem Hausarrest nachzugeben und wollte sein Haus verlassen, als ein Jeep voller Polizisten dort auftauchte. Nach Barrosos Weigerung, wieder ins Haus zurückzugehen, weil er sich auf dem Weg zu seiner Tätigkeit im Seminar von Santa Clara befand, wurde er gepackt und in den Jeep geworfen. Dann wurde er zur nächsten Polizeiwache gebracht. Er sagt dazu in einer Botschaft, die er an die Öffentlichkeit bringen konnte:

Inmitten von so viel Trübsal, haben sie mir meine Hoffnung nicht nehmen können. Auch nicht meine Zuversicht, eher im Gegenteil.  Ich habe so viele Momente des Jubelns erlebt, die man mit Geld nicht kaufen kann.

Pastor Barroso wurde im Laufe des vergangenen Monats mehrfach von den Behörden eingeschüchtert, mit Hausarresten belegt und an seiner Arbeit gehindert. So wurde er einmal daran gehindert, an einem theologischen Vortrag teilzunehmen. Darüber, wie er in den Fokus der Behörden Kubas geraten ist, kann man getrost spekulieren.

Sein geistlicher Beistand für den hungerstreikenden und mittlerweile mit dem EU-Menschenrechtspreis ausgezeichneten Menschenrechtlers Guillermo Fariῆas sowie sein Drängen darauf, dass der überraschende Tod des Aktivisten  Juan Wilfredo Soto Garcia am 08. Mai diesen Jahres genauestens untersucht werden müsse, haben ihm wohl im Staatsapparat des kommunistischen Landes keine Freunde gemacht. Garcia habe gegenüber Barroso geäußert, dass er mehrfach von Sicherheitsbeamten misshandelt worden war, wie der Gemeindeleiter verlauten ließ. Die Staatsmacht spricht bis heute von einer unbehandelten Bauchspeicheldrüsenentzündung Garcias.

Vielleicht sollte Barroso auch nur daran gehindert werden, sich in eine Kondolenzliste für die gerade erst verstorbene Menschenrechtsaktivistin Laura Pollan in Havanna einzutragen. Wir wissen es nicht.

BITTE BETEN SIE FÜR PASTOR BARROSO UND SEINE FAMILIE. BERICHTEN SIE BITTE VON DIESEM FALL IN IHREM BEKANNTENKREIS UND LASSEN SIE DIESEN AKTIVEN GOTTESMANN IN SEINER BEDRÄNGNIS NICHT ALLEINE.

(Quelle: „christian solidarity worldwide“ vom 25. Oktober 2011)

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