Pakistan: christliches Ehepaar entführt und zum Islam zwangskonvertiert

Am 26. Oktober 2011 wurden Shahzad Masih (23) und seine Frau Rukhsana Bibi  (20) in ihrem Heimatort Farooqabad, Provinz Pundschab, entführt.

Pakistan

Während sie sich um ihre Ländereien kümmerten, wurde das Ehepaar in die örtliche Moschee geschleppt und dort vermutlich konvertiert. Ganz sicher nicht ohne Zwang. Aufgefallen ist die Angelegenheit hauptsächlich deshalb, weil Shahzads Vater, Amanat Masih, mehrfach vergeblich versuchte, seinen Sohn über das Mobiltelefon zu erreichen. Nachdem er keinen Kontakt zu ihm bekam, telefonierte Amanat Masih nun mit einem noch in Farooqabad lebenden Bekannten, der ihm die Ereignisse schilderte.

Der örtliche Imam sei mit mehreren, im Ort bekannten Männern auf dem Grundstück erschienen. Gewaltsam hätten sie Shahzad und seine Frau Rukhsana entführt, zur Moschee gebracht und kurze Zeit später über deren Lautsprecher bekanntgegeben, dass beide nun Muslime wären und dem christlichen Glauben abgeschworen hätten. Die in Pakistan tätige Menschenrechtsorganisation „World Vision in progress – Stiftung“ hätte auf Anfrage einer pakistanischen Zeitung die Geschehnisse mittlerweile bestätigt.

Die gleiche Stiftung macht auch auf die Tatsache aufmerksam, dass innerhalb der letzten drei Monate 24 Fälle von Zwangskonversionen christlicher Frauen ihnen gegenüber angezeigt worden seien. Die Dunkelziffer sei aber viel höher. Dieser jüngste Übergriff kann in Zusammenhang mit Shahzads Vater Amanat Masih stehen, der bereits im Jahre 2007 unter dem „Blasphemieparagraphen“ des pakistanischen Strafrechts vor einem lokalen Gericht verurteilt worden war, aber von einem Appellationsgericht wegen offensichtlich fehlendem Anklagegrund freigesprochen wurde. Ob es sich bei der Zwangskonversion seines Sohnes und  seiner Schwiegertochter nun um einen „Racheakt“ gegen den mittlerweile zwangsweise im Untergrund lebenden Amanat gehandelt hat, kann nur vermutet werden.

BITTE BETEN SIE FÜR AMANAT MASIH, SEINEN SOHN SHAHZAD MASIH UND DESSEN FRAU RUKHSANA BIBI. BETEN SIE DAFÜR, DASS SIE ALLE EINEN ORT FINDEN, WO SIE UNSEREN GLAUBEN UNGESTÖRT PRAKTIZIEREN KÖNNEN.

(Quelle: „Pakistan christian post“ vom 28. Oktober 2011)

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Ein Gedanke zu “Pakistan: christliches Ehepaar entführt und zum Islam zwangskonvertiert

  1. So sieht also die Realität in Pakistans Pundschab-Provinz aus: eine von Islamisten gebildete Provinzialregierung schaut weg, wenn Nichtmuslime Opfer von Entführungen, Vergewaltigungen und Landraub werden. Was muss eigentlich noch passieren, damit die Medien, die Menschenrechtsorganisationen und die Politiker in Europa und Amerika aufwachen und sich den „real existierenden Islam-Staat“ nicht mehr als Gesprächspartner schönreden ? Wenn man den „ach so bösen“ USA ihr Guantanamo vorwirft und sich so von Herzen gerne über die ebenfalls „ach so bösen“ Israelis echauffiert, die Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen mit Hubschrauber-Attacken beantworten, dann muss man auch die alltägliche, strukturelle Gewalt in Ländern wie Pakistan (noch immer ein Verbündeter der USA) oder dem Iran endlich dauerhafter und lauter anprangern, um noch glaubwürdig zu bleiben. Auf dem „grünen“ Auge blind zu sein, können wir uns nicht mehr leisten, liebe Freunde…

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