Afghanistan: Taliban drohen mit Auslöschung des Christentums

Am Rande des Kongresses „Christenverfolgung heute“ in Schwäbisch Gmünd, der vom 23. – 26. Oktober 2011 stattfand, wurde das Auftauchen einer Drohbotschaft der afghanischen Taliban bekannt.

Afghanistan

Diese haben in einer über das Internet verbreiteten Botschaft angekündigt, bald damit zu beginnen, Afghanistan endgültig „christenfrei“ zu machen.  Die Taliban verdündeten, sie hätten Listen von mehr als 200 christlichen NGOs, die am Wiederaufbau des Landes beteiligt sind und denen sie vorwerfen „missionarisch“ tätig zu sein.

Ebenso verfügen sie der Mitte Oktober aufgefundenen Botschaft zufolge auch über die Namen von Konvertiten zum Christentum, die sie zusammen mit dem gesamten Christentum im Lande „auslöschen“ wollen. Dies sind die Gesprächspartner, die USA und auch Deutschland in den politischen Stabilisierungsprozess der Landes einbauen wollen ! Wenn die gesamte Militäroperation in Afghanistan nur dazu diente, diese Fanatiker zuerst zu besiegen, um sie dann wieder an die Macht zu bringen, dürfen sich auch deutsche Steuerzahler berechtigterweise fragen, warum dort ihre Euros verpulvert wurden. Von den Eltern der dort getöteten Soldaten ganz zu schweigen.

„Kath.net“ berichtet dazu:

In ihrer Internet-Mitteilung werfen die Taliban den Organisationen vor, die afghanische Kultur und Religion zu zerstören. Rund 1.000 Missionare versuchten, junge Afghanen zu bekehren.

Mal abgesehen davon, dass das Werben für die eigene Religion und der daraus folgende, mögliche Religionswechsel in allen freien Ländern legal sind und durch den Artikel 18 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der UN gedeckt werden, beteuern Vertreter der im Land am Hindukusch vertretenen Hilfsorganisationen, dass ihre Mitarbeiter nicht missionieren. Sie sprächen aber auf Anfrage offen über ihren eigenen Glauben, was aber für die Taliban (und diverse Regierungen vom Iran über Saudi-Arabien und Pakistan bis nach Tunesien) wohl bereits eine Gefahr für ihr Selbstverständnis darstellt.

In jedem Falle wird die Drohung der Taliban ernst genommen und man stellt sich auf verschärfte Sicherheitsmassnahmen ein. Allen Mitarbeitern, die unter diesen Bedingungen nicht im Lande bleiben wollen, wird die Gelegenheit zur Heimkehr gegeben. Allerdings hätten bislang nur wenige davon Gebrauch gemacht. In Afghanistan selbst existieren nach Schätzungen nur ca. 10.000 Christen, die zumeist im Untergrund ihren Glauben leben, da die Drohung der Taliban exemplarisch für die Stimmung im Lande sei.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE WENIGEN CHRISTEN AFGHANISTANS. BETEN SIE FÜR IHRE UND FÜR DIE SICHERHEIT DER IM LAND STATIONIERTEN ZIVILEN HELFER UND SOLDATEN.

(Quelle: „kath.net“ vom 26. Oktober 2011)

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