Malediven: Inder ausgewiesen, weil er eine Bibel hatte

Der 30-jährige Shijo Kokkattu aus Indien, Katholik und von Beruf Lehrer, wurde in der vergangenen Woche nach zweiwöchiger Inhaftierung durch die Landesbehörden deportiert. 

Shijo Kokkattu war Lehrer an der Rafaainu Schule auf dem Raa-Atoll des Inselstaates Malediven. Er wurde Ende September festgenommen, nachdem die Polizei bei einer Hausdurchsuchung eine Bibel und einen Rosenkranz in seinen Räumen gefunden hatte.

Die Malediven sind einer der islamisch geprägten Staaten, in denen bereits uneingeschränkt das islamische Recht, die Scharia, gilt. Das Staatswesen selbst definiert sich als „Beschützer des Islam“ und handelt dementsprechend. Religions- und Glaubensfreiheit gibt es deshalb natürlich keine auf den Malediven. Als Folge davon, tauchen die Malediven regelmässig unter den Top10 der Unterdrückerstaaten im Weltverfolgungsindex der Hilfsorganisation „open doors“ auf. Auf den Malediven gibt es nur sehr wenige, einheimische Christen, aber auch die Besucher des „Taucherparadieses“ und ausländische Arbeitskräfte müssen sich strengen Kontrollen unterziehen, wie der hier angezeigte Fall dokumentiert. Kirchen sind kategorische verboten und die Einfuhr christlicher Schriften führt zu Haft und Deportation. Seit 2008 dürfen Nichtmuslime selbst die Staatsbürgerschaft nicht mehr beantragen. Toleranz sieht anders aus.

Kokkattu zeigte sich nach seiner Ausweisung durchaus erleichtert, drückte aber eine tiefe Besorgnis bezüglich ähnlicher Fälle von eklatanten Verstößen gegen die Menschenrechte aus. Es gäbe auf den Malediven viele Fälle von Inhaftierungen aufgrund falscher, konstruierter Anklagen. Der Behördenwillkür sind dort keine Grenzen gesetzt.

Der Fall von Shijo Kokkattu stellt eine Verschärfung der Verfolgung dar, weil es bislang christlichen, ausländischen Mitarbeitern erlaubt war, eine eigene Bibel zu besitzen und für sich selbst Gottesdienst zu feiern. Jetzt scheint auch diese Grenze überschritten zu sein. Bereits im Jahre 1998 wurden einmal von einem Tag zum anderen alle Ausländer des Landes verwiesen, weil ihnen „Evangelisation“ vorgeworfen wurde. Eine Anschuldigung, für die niemals ein Beweis erbracht worden ist.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE MALEDIVEN. VIELE URLAUBER NUTZEN DAS „INSELPARADIES“ ZUM TAUCHEN UND SONNEN. ABER AUCH DER HEILIGE GEIST MUSS EINES TAGES DORT WILLKOMMEN GEHEISSEN WERDEN. BETEN SIE FÜR EINE MÄCHTIGE, UNWIDERSTEHLICHE ERWECKUNG UNTER DEN EINWOHNERN DIESER INSELWELT.

(Quelle: „BNL“ vom 22. Oktober 2011)

 

 

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