Kasachstan: die neuen Regelungen zur Religion gefährden Kirche

In Kasachstan wurden in den letzten Monaten im Eilverfahren neue Regelungen und Gesetze zur Kontrolle der religiösen Aktivitäten im Lande eingeführt. Parlament und Präsident haben auf Initiative des letzteren dafür gesorgt, dass Glaubensgemeinschaften stärker „nationalisiert“ und kontrolliert werden können.

Kasachstan

Ähnlich wie in der Volksrepublik China, die schon seit Jahrzehnten durch strenge Kontrolle und „Nationalisierung“ von Gremien versuchen, das Christentum im Lande kontrollieren zu können, will jetzt auch Präsident Nursultan Nasarbajew alle „nicht-traditionellen“ Glaubensgemeinschaften an die staatliche Kandare nehmen. Zu den einzigen „traditionellen“ Religionen gehören der sunnitische Islam und die russisch-orthodoxe Kirche. Alle anderen Kirchen müssen nachweisen, dass sie auf „nationaler Ebene“ mindestens 5.000 Mitglieder aufweisen können, um Strafen und Restriktionen ihrer Arbeit zu verhindern.

Katholiken, Evangelische und Evangelikale sowie andere Glaubensgemeinschaften gehen jetzt also in Kasachstan schweren Zeiten entgegen. Denn die am 13. Oktober 2011 in Kraft gesetzten Regelungen betreffen unter anderem die Aufenthaltsgenehmigungen und Einreisebedingungen von Kirchenmitarbeitern. So ist z. Bsp. die katholische Kirche Kasachstans ernstlich um ihre Fähigkeit zur Fortsetzung ihrer Tätigkeiten besorgt, da viele Verantwortliche nicht die kasachische Staatsbürgerschaft besitzen. So spricht z. Bsp. Bruder Eduardo Canetta, ein katholischer Missionar im Land,  gegenüber „asia news“ davon, dass ca. die Hälfte aller Priester und Bischöfe der katholischen Kirche Kasachstans keine gebürtigen Kasachen seien. Die meisten Bischöfe und Prälaten seien, so Angaben aus Kasachstan, polnische Staatsbürger. Nur ein einziger Priester habe in den letzten Jahren die kasachische Staatsbürgerschaft angenommen.

Weiterhin werden auch die Regelungen für die in Kasachstan vorgeschriebene „Registrierung“ neuer Kirchengemeinden verschärft. Dies könne, so Bruder Eduardo, die Ausbreitung des Evangeliums „massiv ausbremsen“. Zwar hatten lokale Autoritäten in Kasachstan bereits seit dem Jahr 2000 individuelle Absprachen mit der an sich gut angesehenen katholischen Kirche getroffen, vor allem bezüglich Reise- und Predigtfreiheit;  jedoch wurden diese niemals in Gesetzesform gegossen und sind somit als extrem fragil anzusehen.

BITTE BETEN SIE FÜR EINE GUTE ENTWICKLUNG DER „ERNTE“ IN KASACHSTAN. BETEN SIE DAFÜR, DASS SICH IMMER MEHR DIENER FINDEN, DIE DORT DAS EVANGELIUM ERFOLGREICH VERBREITEN.

(Quelle: „asia news“ vom 18. Oktober 2011)

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