Iran: Christentum auf dem Vormarsch ?

Laut einer Einschätzung der christlichen, iranischen Nachrichtenagentur „Mohabat News“ ist das Christentum im Iran langsam aber sicher auf dem Vormarsch. Innerhalb von Familienstrukturen wachse langsam das Interesse am Evangelium.

Iran

„Der christliches Glaube wächst an Widerständen“. Das ist eine ebenso einfache, wie bekannte Wahrheit, die unter Christen vielleicht nicht immer so bekannt ist wie sie es sein sollte. Das Christentum ist oftmals unter Druck am kreativsten und innigsten. Dies könnte vielleicht ein Blick auf die Situation im Iran verdeutlichen.

Artikel 13 und 14 der iranischen Verfassung sichern eigentlich die ungehinderte Religionsausübung und sie sollen auch den Respekt der Muslime vor den drei religiösen Minderheiten der Juden, Christen und Zoroastrier sicherstellen. Die Realität ist jedeoch eine andere. In der Praxis werden Christen bespitzelt, durch permanenten Druck der Sicherheitsorgane eingeschüchtert, inhaftiert und mit dem Tode bedroht. Das Einführen oder Drucken von Bibeln, Gesangs- oder Gebetbüchern ist im Iran ebenso illegal wie das Evangelisieren oder offene Zeigen seiner christlichen Religionszugehörigkeit.

Nun hat aber nicht nur in der Folge der Proteste gegen die iranischen Wahlen von 2009 eine Form des Protestes um sich gegriffen, die der staatlichen Leitung Irans Sorgen zu machen beginnt. Aus dem Willen heraus, sich deutlich von der „korrupten“ Mehrheitsgesellschaft zu distanzieren, beginnen viele Iraner damit, sich für das Evangelium zu interessieren. Aber auch Träume und Visionen von Christus bringen viele Muslime in allen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens zum Glauben. Mehrfach haben deshalb religiöse und politische Verantwortliche Irans in den letzten Monaten auf die „Gefahren der Aufweichung“ des Islams und auf die „Agenten fremder Mächte und Religionen“ hingewiesen. Am 14. März 2011 wurde u. a. bekannt, dass die sog. „Revolutionsgarden“ und Zollbehörden 600 Neue Testamente in einem Bus beschlagnahmt und anschließend sofort verbrannt haben. (599 brennende Bücher mehr, als der weltweit angefeindete Pastor Terry Jones angezündet hat, aber wo war der weltweite Protest gegen das Abfackeln des gedruckten Evangeliums ?)

Dies beweist unzweifelhaft die geistliche und soziale „Sprengkraft“ des Evangeliums, die wir vielleicht in Europa ab und zu, selbst in den Kirchen, doch deutlich unterschätzen. Dies wollen sich die iranischen Behörden nicht vorwerfen lassen und so haben sie den Druck auf die Gemeinden in den vergangenen Monaten massiv erhöht. Die entsprechenden Artikel dazu können Sie auch unter der Rubrik „Iran“ nachlesen, wo wir die deutlichsten Fälle der Verfolgung regelmässig aufzeigen. Vor allem die sog. „Hausgemeinden“ sind, ähnlich wie in China, massiven Repressionen ausgesetzt.

Zusätzlich häufen sich die Fälle öffentlicher und lautstarker Beleidigung und despektierlichen Beschreibens der Bibel und ihrer Inhalte durch offizielle, religiöse Vertreter des Iran. Der Vorsitzende der sog. „Gedanken- und Kulturforschungsstelle“, einer die Regierung beratende Organisation, spricht offen von den „wertlosen Inhalten“ der Bibel, „welche die Welt vergiften“, was nicht gerade von einem Klima des „Dialogs“ und der Toleranz zeugt.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR DEN IRAN. BITTEN SIE FÜR FREIRÄUME, DIE GLÄUBIGE ERHALTEN UND FÜR DIE BEFREIUNG GEFANGENER CHRISTEN. BITTEN SIE DEN HIMMLISCHEN VATER UM EINE STARKE ERWECKUNGSBEWEGUNG IM IRAN.

(Quelle: „mohabatnews“ vom 13. Oktober 2011)

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