Indonesien: Bischof beklagt gezielte Islamisierung

Der Bischof von Ruteng auf der indonesischen Insel Flores, Hubertus Leteng, beklagte unlängst, während eines Besuches der internationalen Zentrale des katholischen Hilfswerkes „Kirche in Not“  in Königstein, die zunehmende Islamisierung weiter Teile des Landes.

Hubertus Leteng

In der Diözese Ruteng sind fast 674.000 der 717.000 Einwohner katholisch. Indonesien ist mit rund 233 Millionen Einwohnern und einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit von ca. 80 Prozent das bevölkerungsreichste islamische Land der Welt. Christen bilden auf das ganze Land bezogen eine Minderheit von ca. 11 Prozent.

Allerdings sind einige der Inseln des Staates noch mehrheitlich von einer christlichen Bevölkerung bewohnt. Genau dort werden jetzt, so Bischof Leteng, verstärkt Bemühungen sichtbar, diese Gebiete unter islamisches Recht zu nehmen.

Der politische Einfluss von Muslimen werde laut Leteng mancherorts stärker, da immer mehr Schlüsselposten in der Lokalpolitik mit Muslimen besetzt würden. Auch in den Schulen gebe es immer mehr muslimische Lehrer, da die Regierung Einfluss auf die Auswahl der Lehrkräfte nehme. Dies gelte sogar auch für katholische Schulen, die staatlich anerkannt seien. Immer häufiger werde verlangt, dass in kirchlichen Schulen islamischer Religionsunterricht angeboten werden müsse, sobald einige muslimische Schüler sie besuchten. Es handele sich dabei um eine aktuellere Entwicklung, berichtete der Bischof. Auf der Insel Flores, auf der seine Diözese liegt, seien diese Versuche bislang am Widerstand der Christen gescheitert, andere überwiegend christliche Inseln, wie die Molukken würden jedoch immer stärker islamisiert.

Indonesien

Ebenso sei zu beobachten, das gezielt „religiöse Fanatiker“ von der Insel Java, wo die Konflikte zwischen den Religionen seit längerem immer offener aufflammen, auf den anderen Inseln, auch auf Flores und den Molukken, angesiedelt würden. Dabei handelt es sich aber laut Bischof Leteng nicht nur um ein interreligiöses Problem, sondern auch um einen Konflikt zwischen verschiedenen Ethnien. Die muslimischen Indonesier, die traditionell sehr tolerant und friedlich sind, werden immer mehr dem Einfluss arabischer Muslime ausgesetzt, die durch ihren intoleranten Fanatismus für eine Verschlechterung des Klimas zwischen den Religionen sorgten. Auch ökonomische Einflussfaktoren könnten neben der ethnischen Segregation einen Einfluss auf die Entwicklung im Lande haben.

Angesichts dessen setzt der Bischof vorwiegend auf einen „Dialog des Lebens“ mit muslimischen Vertretern. Vor allem im karitativen Bereich wolle die katholische Kirche sich engagieren und ihre Dienste allen Indonesiern zur Verfügung stellen.

BITTE BETEN SIE FÜR DEN FRIEDEN IN INDONESIEN. BEREITS JETZT SIND VIELE REGIONEN AUF DEN HAUPTINSELN JAVA UND SUMATRA „HEISSE ZONEN“ DER CHRISTENVERFOLGUNG.

(Quelle: „kath.net“ vom 11. Oktober 2011)

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