Iran: Fall Nadarkhani – aktueller Stand

Über den Fall des im Iran wegen „Apostasie“ angeklagten und deshalb zum Tode verurteilten Hauskirchen-Leiters Youcef Nadarkhani berichten mittlerweile auch kleinere Mainstream-Portale, also werde ich den Fall bei allen Lesern dieses Blogs als bekannt voraussetzen.

Youcef und Fatimah

Nun wird aus dem Iran bekannt, dass am Mittwoch, den 05. Oktober 2011, eine Delegation von Regierungsvertretern aus Teheran nach Rasht gefahren ist, um im dortigen Gefängnis Bruder Youcef zu den Umständen seines Prozesses zu befragen. Ob dies ein gutes Zeichen ist, oder eher die Bestätigung, dass jetzt die höchsten Kreise der Regierung einschreiten, um Bruder Youcef Aussagen zu entlocken, die sich zur Bestätigung seiner Verurteilung gebrauchen lassen, wird von verschiedenen Beobachtern unterschiedlich eingeschätzt.

In jedem Fall ist die Bekanntgabe des Revisionsurteils am Gerichtshof in Rasht, Gilan-Provinz, jetzt auf Montag, den 10. Oktober 2011, verschoben. Dies wird von manchen Beobachtern so gedeutet, dass die Richter sich dazu entschlossen haben, zunächst die höchsten religiösen und staatlichen Autoritäten des Iran zu konsultieren, welche Folgen ihr Spruch wohl für den Iran haben wird. Insofern kann die internationale Aufmerksamkeit, die dem Fall Nadarkhani (auch durch Sie, liebe Leser und ihr Interesse, das Sie durch ihr Interesse am BGVK-Blog und den Artikeln über Pastor Youcef gezeigt haben) in gewisser Weise bereits als Einflussfaktor gewertet werden. Ob es zum Erfolg, also einer Freilassung des unschuldigen Gottesmannes, führen wird, liegt mehr denn je in Gottes Hand. Wenn tatsächlich Männer wie der oberste, geistliche Leiter, Ayatollah Khamenei oder der notorische Megalomane Achmadinedschad über Bruder Youcef entscheiden werden, dann scheint es nur wenig Hoffnung zu geben.

Der Oberste Richter der Gilan-Provinz, Mohammed-Javad Heshmati, hat in jedem Falle gegenüber der Fernsehstation „Iran Press TV“ folgende Aussagen gemacht:

Youcef Nadarkhani wurde wegen eines Verbrechens angeklagt und ist im Gefängnis aufgrund eines Haftbefehls gegen ihn.
Es gibt keinen Hinrichtungsbefehl. Es ist bislang kein Urteil ergangen und der Gerichtshof hat volle Freiheit den Fall zu prüfen und zu entscheiden.

Jason DeMars von „present truth ministries“, die den Fall von Anfang an begleiten, geht davon aus, dass der Richter hier eine offene Lüge präsentiert. Das Todesurteil liegt längst vor und wird nur noch auf seine Vertretbarkeit mit der Scharia (und vielleicht auf den Ansehensverlust des Iran in der Welt) „abgeklopft“.

BITTE BETEN SIE WEITER FÜR YOUCEF, SEINE FRAU FATIMAH PASINDEDIH UND SEINE SÖHNE DANIEL UND JOEL.

(Quelle: „assist news service“ vom 05. Oktober 2011)

 

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