Iran: exiliranische Christen erhalten Morddrohungen

Unlängst wurde bekannt, dass exiliranische Christen, die im Zuge der sich immer mehr steigernden Verfolgung des Glaubens in ihrer Heimat ins Ausland emigriert sind, Morddrohungen erhalten. 

Iran

Eine Gruppe, die sich  „unbekannte Soldaten des Geheimen Imams“ nennt, verschickt Droh-Mails an Exiliraner, die evangelischen Kirchen angehören. Die Selbst-Benennung der Verfasser dieser Drohungen  lässt auf einen schiitischen Hintergrund schließen. Unbestätigte Quellen sprechen sogar von Verbindungen dieser „unbekannten Soldaten“ zum iranischen Geheimdienst. Mindestens elf derartige Fälle von Mail-Drohungen sind bislang bekanntgeworden.

Nach Angaben von „Christian S0lidarity Worldwide“, einer Watchgroup, sollen am 14. September 2011 an jeden einzelnen Betroffenen die Mails abgesandt worden sein. Unter anderem beinhaltet das Machwerk die Drohung

obwohl ihr es geschafft habt, den Iran zu verlassen, seid ihr noch immer im Blick der „unbekannten Soldaten“, die sich bis ins Herz der Zionistischen Regime vorgearbeitet haben.

Weiterhin werden die angeschriebenen Christen dazu aufgerufen, ihrem Glauben abzuschwören (erinnert stark an den Fall Youcef Nadarkhani, der ebenfalls immer wieder zum Abschwören aufgefordert wird) und Vergebung vom „Geheimen Imam“ zu erbitten. (Der 12. Imam ist eine dem jüdisch-christlichen „Messias“ nachempfundene Erlöserfigur, die am Ende der Zeiten aus ihrem Versteck auftauchen wird. Parallelen zu und Anklänge an die Widerkehr Christi sind natürlich „rein zufällig“.)

Anderenfalls, so die Fatwa, die der Mahdi uns gab, müssen sie getötet werden.

Kontaktleute des iranischen Hauskirchen-Netzwerkes, wie Pastor Samuel Yeghnazar von „Elam Ministries“, nehmen diese Drohungen durchaus sehr Ernst. Er ließ dazu verlauten, die Ereignisse um die Exilchristen und um Youcef Nadarkhani seien gedeckt durch:

die blanke Heuchelei einer Regierung, die behauptet, die Christen (im Iran, Anm. d. Übers.) lebten in Frieden.

Warum haben wir eine solch „leichte“ Nachricht überhaupt Ernst genommen und hier gebracht ? Weil derartige Fälle von indirekter „schleichender“ Einschüchterung auch uns nicht unbekannt sind. Aus dem Bereich der Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sind bereits derartige Vorfälle bekannt. Durch eine sich immer mehr steigernde Drohkulisse sollen die Verbreitung von Fakten und damit die Wahrheit unterdrückt werden, so wie es von allen Diktaturen in der Geschichte immer mal wieder versucht wird, aber im Zeitalter des Internet auch immer schwerer wird.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE IRANISCHEN CHRISTEN IN IHRER HEIMAT UND IM AUSLAND. IHRE SICHERHEIT IST UNSERE SICHERHEIT, DASS MÜSSEN WIR ENDLICH REGISTRIEREN.

(Quelle: „assist news service“ vom 02. Oktober 2011)

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