Laos: Kirche konfisziert, Christen vertrieben

Laos gilt nicht gerade als Land, in dem Christen sich heimisch fühlen können. Im „Weltverfolgungsindex“ der internationalen Hilfsorganisation „open doors“ steht das Land auf Platz Nr .10.

LAOS

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Nun werden aus dem südostasiatischen Land mehrere Fälle von staatlichen Repressionen gegen Christen bekannt. Im Dorf Dongpaiwan in der Provinz Savannakhet wurde am 14. September 2011 ein Kirchengebäude durch staatliche Stellen des Saibuli-Distrikts konfisziert. In Laos ist es obligatorisch, ein als Kirche genutztes Gebäude zur Genehmigung anzumelden. Diese Anmeldungen werden jedoch in der Regel immer abgelehnt. Deshalb werden viele „Kirchen“ in Laos eben gar nicht erst angemeldet, um sich die „vergebliche Liebesmüh“ zu sparen und um keine zusätzliche, staatliche Aufmerksamkeit auf die entsprechenden Gebäude zu lenken. Informell werden diese Kirchen auch zumeist geduldet, solange es keinen „Ärger“ mit ihnen gibt.

Diese Lage gibt den Behörden von Laos jedoch die Gelegenheit, solche „illegalen“ Kirchen unter Druck zu setzen, zu konfiszieren oder gar abzureißen. Im Falle der o. g. Kirche wurde von Vertretern des Ortes und des Büros für religöse Angelegenheiten jedoch „nur“ das Gebäude konfisziert und in eine Schule umgewandelt. Sie beschlagnahmten dabei skurrilerweise auch den zum Gelände gehörigen Fischteich.

Im Juli wurden ebenfalls in der Provinz Savannakhet 10 Christen aus ihrem Dorf Nonsawang vertrieben, wo sie auf ihren eigenen Reisfeldern kleine Hütten gebaut hatten. Der Dorfvorsteher von Nonsawang sagte ihnen ganz klar, dass sie zurückkehren könnten, wenn sie ihren Glauben aufgeben würden. Da derartige Aktivitäten von höherstehenden Verwaltungs-Autoritäten gebilligt werden, ist Laos auf die Liste der Verfolgerstaaten bei „open doors“ geraten und nimmt dort immer Plätze in den Top 12 ein, da diese Vorfälle keinesfalls als Einzelfälle betrachtet werden können.

Eigentlich herrscht in Laos Religionsfreiheit, aber ein Dekret des Premierministers aus dem Jahre 2003 (Dekret 92 zur religiösen Praxis) ermöglicht staatlichen Behörden massive Eingriffe in die Religionspraxis ihrer Bürger.

BITTE BETEN SIE AUCH WEITERHIN FÜR LAOS UND DIE DORTIGE, KLEINE CHRISTENGEMEINDE ! IHRE STANDHAFTIGKEIT IST BEISPIELHAFT UND INSPIRIEREND.

(Quelle: „compass directnews“ vom 26. September 2011)

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