Großbritannien: Arzt unter immer stärkerem Druck, weil er über den Glauben sprach

Wir haben vor einigen Monaten über den Fall des englischen Arztes Dr. Richard Scott berichtet, der von den eigenen Standesorganisationen angegriffen wird, weil er mit einem Patienten über seinen Glauben gesprochen hat. (ARTIKEL SIEHE HIER)

Großbritannien

Der Fall zieht sich jedoch immer weiter hin. Dr. Scott, ein Arzt mit 28-jähriger, untadeliger Berufspraxis und bekennender Christ,  hatte im August 2010 gegenüber einem 24-jährigen, nichtchristlichen Patienten im Rahmen einer persönlichen Konsultation auch über seinen Glauben gesprochen. Dies wurde von seinem Patienten nicht beanstandet oder negativ kommentiert. Dessen Mutter hingegen hatte eine Beschwerde gegen Dr. Scott beim „General Medical Council“ (GMC) in Kent eingereicht.

Nun wurde aus England bekannt, dass Dr. Scott sich am Donnerstag, den 22. September 2011,  vor einer Disziplinarkomission des GMC in Manchester verantworten musste.  Hauptsächlich geht es nun darum, dass Dr. Scott einen Verweis in seiner Personalakte vermeiden will, der seinen Ruf beschädigen würde. Der Mediziner aus Kent besteht darauf, seinen Namen und Ruf in keiner Weise kompromittiert zu haben. Er habe in dem in Frage stehenden Gespräch um Erlaubnis ersucht, das Thema anschneiden zu dürfen und sich auch sonst an den Verhaltenskodex der britischen Ärztekammer gehalten. Eine „Warnung“ als Vermerk in seiner Personalakte käme einem partiellen Berufsverbot gleich.

Der ebenfalls zu der Anhörung vor der Komission geladene Patient, auf dessen Aussage Dr. Scott gerechnet hatte, erschien nicht zu dem angekündigten Termin. Dies nahm dem unter so großen Druck geratenen Mediziner die Möglichkeit, den Sachverhalt mit dem „Betroffenen“ endgültig im direkten Gespräch  zu klären.  Daraufhin wurde die Angelegenheit bis zu einer erneuten Anhörung vertagt. Die GMC will die Sache aber auf jeden Fall weiter verfolgen, mit oder ohne Zeugenaussage des ehemaligen Patienten.

Beobachter des „Christian Legal Centers“, einer juristischen Beratungsstelle für Christen in Großbritannien, gehen davon aus, dass die GMC darauf aus sei, Dr. Scott in jedem Falle zu bestrafen. Andrea Williams vom CLC kommentiert wie folgt:

Ein erfahrener Allgemeinmediziner verbrachte 48 Stunden in einer Anhörung, die dennoch ergebnislos abgebrochen wurde. In dieser Zeit hätte er und sollte er vielmehr seinen Patienten in Kent helfen.
Über die Abläufe der GMC in diesem Fall sollte jeder Allgemein-Arzt im Land besorgt sein. Und zwar weil es jetzt möglich zu sein scheint, dass ihre Zukunft und ihr Ruf durch schiere „Hörensagen-Anklagen“, gegen die es keine Möglichkeit des sinnvollen Einspruches mehr zu geben scheint,  in Gefahr gebracht wird.

Dr. Scott wird selbst folgendermaßen zitiert:

Ich bin erstaunt, dass die Ärztekammer (GMC) diese Vorwürfe auf der Grundlage von Hörensagen eines Zeugen, der nicht einmal erscheint, weiter verfolgt. Dieser Fall hätte längst zu den Akten geleget werden müssen, aber die GMC will das anscheinend in jedem Fall durchziehen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Gericht im Lande so vorgehen würde und im Interesse aller Allgemeinmediziner im Lande muss ich darauf bestehen, dass saubere Standards des Zeugenverhörs auch in dieser Angelegenheit angewandt werden. Ohne dies, wäre jeder Hausarzt vollkommen schutzlos jeglichen Anklagen ausgeliefert.

In diesem Fall kann man vielleicht noch nicht von wirklicher „Verfolgung“ sprechen, aber in einem Land wie Großbritannien, wo die „freedom of speech“ einstmals als Wert hochgehalten wurde, muss man, ebenso wie in unserem Land, den „Anfängen wehren“. Wenn man im angeblich „freien Westen“ nicht mehr über den Glauben an Christus sprechen kann, ohne schwere, berufliche Konsequenzen fürchten zu müssen, dann ist es nicht mehr weit zu juristischen „Maulkörben“ für Christen und Berufsverboten von Gläubigen.

BITTE BETEN SIE FÜR DR. SCOTT. FÜR SEINEN RUF, SEIN RECHT AUF FREIE MEINUNGSÄUSSERUNG.

(Quelle: „christian today“ vom 23. September 2011)

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2 Gedanken zu “Großbritannien: Arzt unter immer stärkerem Druck, weil er über den Glauben sprach

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