Nigeria: Mehr Attacken auf Christen – Armee unter Verdacht

Aus Nigeria kommen kaum gute Nachrichten. Die Serie von brutalen Anschlägen auf die christlichen Gemeinschaften im Norden und im Zentrum der Landes nehmen nicht ab. Eine ganze Serie von Attacken wird jetzt aus dem zentral gelegenen Bundesstaat Plateau State bekannt.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Am 09. September 2011, gegen 20.00 Uhr, wurden christliche Haushalte im Dorf Vwang Kogot von bewaffneten Unbekannten angegriffen. Die mit automatischen sowie Hiebwaffen ausgestatteten Terroristen wurden von uniformierten Männern begleitet, die Embleme der nigerianischen Armee trugen.

Ein Überlebender der Angriffe namens Gyang Badung gibt gegenüber der christlichen „Monitor“-Gruppe „Compass“ folgendes bekannt:

Ich kam abends nach Hause, hatte mein Abendessen und hörte im Anschluss daran merkwürdige Geräusche ums Haus herum. Plötzlich hörte ich Schüsse, als mein Haus angegriffen wurde.

Er sprang aus dem Fenster und versteckte sich auf einer nahegelegenen Farm.

Ich sah neun Angreifer wieder im Busch verschwinden. Als ich nach Hause zurückkehrte, bemerkte ich, dass meine ganze Familie getötet worden war, bis auf zwei meiner Söhne, die verletzt überlebten und meinen Vater, der ebenfalls in den Busch geflohen war.

Eine weitere Überlebende der Angriffe, Vou Mallam, berichtet ähnliches:

Nach dem Abendessen beteten wir und schickten die Kinder zu Bett. Plötzlich hörten wir Schüsse IM Haus. Ich kroch in das Zimmer der Kinder und löschte die Lampen. Dann kroch ich in einen anderen Raum und versteckte mich dort unter dem Bett. Kurze Zeit später kam jemand in den Raum, sah mich aber nicht. Ich hörte ihn sagen: „Hier ist niemand.“ und weitergehen. Dann nahm ich ein Geräusch wahr und sofort wurde geschossen. So töteten sie meinen Mann, meinen einzigen Sohn und seine Kinder.

Vou Mallam berichtet davon, dass sie die Angreifer „Fulani“ sprechen hörte, die Sprache der muslimischen Nomaden Nordwest-Afrikas. Beobachter gehen davon aus, dass die Fulani von den islamischen Radikalen Nigerias für Angriffe auf die christlichen Gemeinschaften des Landes instrumentalisiert werden. Besorgniserregend erscheint die Tatsache, dass auch Militärangehörige möglicherweise in diese Attacken verwickelt sein könnten. Das Militär wird üblicherweise in die Krisenregionen geschickt, um die Konflikte und Terrorangriffe zu beenden. Sollten Miltärangehörige also selbst zu den Tätern gehören, wäre damit „der Bock zum Gärtner“ gemacht und die Christen Nigerias ihren Angreifern ohne staatlichen Schutz ausgeliefert.

Der Pastor der örtlichen „Church of Christ“-Gemeinde von Vwang Kogot, Dachung Dagai, teilte mit, dass der Ort seit seiner Versetzung hierher vor acht Monaten bereits dreimal Schauplatz ähnlicher Angriffe geworden sei. Er sagte dazu wortwörtlich:

Ich wurde am 05. Januar (2011, Anm. d. Übers.) hierher versetzt. Am zweiten Tag, an dem ich hier war, griffen Muslime das Dorf an und nach zwei Wochen kamen sie wieder und töteten zwei unserer Gemeindemitglieder. Die Angriffe wurden gemeldet, aber wir bekamen keine Hilfe oder Unterstützung von der Regierung. Wir leben mit der schrecklichen Angst, nicht zu wissen, was als nächstes passieren wird.

Auch Dachung Dagai ist besorgt über die mögliche Verwicklung des Militärs in die Terrorangriffe.

Was macht die Regierung mit diesen Soldaten ? An verschiedenen Stellen wurden bereits genügend Beweise gegen diese muslimischen Soldaten zusammengetragen aber nichts weiter ist passiert. Können diese Soldaten nicht aus dem Bundesstaat wegversetzt werden ? In Plateau State gibt es keinen Krieg und die Soldaten wurden als Friedenstruppe hierhergebracht. Nun greifen sie uns an. Warum können sie nicht abgezogen werden ? Die Regierungsverantwortlichen haven immer gesagt, dass sie sich der Probleme annehmen werden, aber nichts wurde getan.

Bei den Angriffen auf Vwang Kogot am 09. September 2011 wurden insgesamt vierzehn Menschen getötet, darunter eine schwangere Frau und mehrere schwer verletzt. Alle sind den örtlichen Gemeindeleitern namentlich bekannt. Weitere Überfälle, die inklusive der Attacken auf Vwang Kogot mehrere Dutzend Todesopfer gefordert haben, sind aus folgenden Orten bekanntgeworden:

  • Tatu, am 04. September 2011, mindestens acht Christen wurden getötet, darunter ein Dreijähriger,
  • Zakalo, am 05. September 2011, mindestens sieben getötete Christen,
  • Dabwak Kuru und Farin Lamba, auch am 05. September, vier getötete Christen,
  • Tsohon Foron am 08. September 2011, zehn tote Christen. Hier sollen wieder Armeeangehörige beteiligt gewesen sein. Die Namen der Opfer sind bekannt,
  • Vwang Fwil am 10. September 2011, dreizehn getötete und mehrere verwundete Christen.

Diese Liste ließe sich mühelos um mehrere weitere Opfer erweitern, die im August 2011 aufgefunden wurden.

BITTE BETEN SIE FÜR EIN ENDE DER GEWALT IN NIGERIA. FÜR GOTTES ÜBERNATÜRLICHES EINGREIFEN IN DIE HERZEN DER TÄTER UND FÜR TROST, DER DEN HINTERBLIEBENEN ZUTEIL WIRD.

(Quelle: „compass directnews“ vom 22. September 2011)

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