China: offener Brief der „Shouwang“-Gemeinde

Wir erinnern uns: die Shouwang – Gemeinde in der chinesischen Hauptstadt Peking wird von staatlichen Stellen seit Monaten verfolgt, nachdem ihr privat vermieteter Versammlungs-Ort nicht mehr zur Verfügung stand.

Da ihnen die Möglichkeit genommen wird, sich in privaten oder öffentlichen Räumen zu treffen, versammelt sich die Shouwang Gemeinde seit Monaten im Freien, um ihren Sonntagsgottesdienst zu feiern.  Ihre Mitglieder und Pastoren sind seitdem permanenten Repressionen durch chinesische Sicherheitsbehörden ausgesetzt. Verhaftungen von Gläubigen, die sich auf dem Weg zum Gottesdienst befinden, sind an der Tagesordnung. Die „Befragungen“ von Gemeindeleitern und anderen, mit der Shouwang Gemeinde in Verbindung stehenden Gläubigen, haben schlimme Ausmaße angenommen.

Nun kommt ein offener Brief aus der Gemeinde, der über „China-Aid“ veröffentlicht wurde und den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, da er direkt aus den Herzen der Geschwister in Not spricht.

Liebe Brüder und Schwestern,

Frieden im Herrn ! Am 18. September hatte die Shouwang-Gemeinde ihren 24. Freiluftgottesdienst.  In der letzten Woche wurden viele Gläubige unter Hausarrest gestellt und zwar seit Samstag. Freitagnacht wurde eine Schwester durch Polizisten der Guanggying-Polizeistation in ein Hotel zur Internierung abgeführt. Soweit wir wissen, wurden am Sonntagmorgen sechs Gläubige auf ihrem Weg zum geplanten Gottesdienstort abgeführt, entweder vor ihrem Haus oder unterwegs (darunter eine Schwester von der Xinshu-Gemeinde). Einer davon wurde sofort wieder nach Hause geschickt, die restlichen auf vier verschiedene Polizeistationen verteilt…

Bis um 09.00 Uhr am Montag, den 19. September 2011 wurden alle Festgehaltenen wieder freigelassen. Wer weiss, wie lange… aber zurück zum Originaltext:

Nun, wo wir so lange im Freien Gottesdienst gefeiert und ausgehalten haben, machen sich mehr und mehr Gläubige Sorgen darum, wohin uns Gott in der nächsten Zeit führen will, über die möglichen Konsequenzen für die Shouwang-Gemeinde und über die Richtung, in die Shouwang nach Weihnachten gehen wird. Unsere Entschiedenheit und Einstellung bleiben gleich, bezüglich der folgenden Sonntage bis Weihnachten und wir werden weiter Freiluftgottesdienste abhalten; dennoch sind wir weiterhin offen für jede mögliche Lösung, die durch Verhandlungen herbeigeführt werden kann. Gleichzeitig denken wir, dass es an der Zeit ist, noch inniger um Gottes Führung zu bitten, für unseren nächsten Schritt.
Möge Gott einen Weg für seine Kirche öffnen, so dass die Angelegenheit des Erwerbs eines Versammlungsplatzes ordentlich geregelt werden kann.

Möge Frieden und Gnade des Herrn Jesus Christus, die Barmherzigkeit und Liebe Gottvaters, und der Trost und die Führung des Heiligen Geistes, des Ratgebers, mit jedem Bruder und jeder Schwester der Shouwang-Gemeinde sein und mit allen Kirchen, die sich der Shouwang-Gemeinde im Gebet erinnern. Von jetzt an bis in Ewigkeit, Amen !

Dies Dokument spricht für sich.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE SHOUWANG – GEMEINDE IN PEKING ! FÜR EIN ENDE IHRER VERFOLGUNG, FÜR EIN AUSKOMMEN MIT DEM KOMMUNISTISCHEN STAAT UND FÜR EIN EIGENES GEBÄUDE ZUM ANBETEN GOTTES.

(Quelle: „china aid“ vom 20. September 2011)

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