Absurde Vorboten – eine Randnotiz aus den USA

Man kann es noch nicht Verfolgung nennen, aber absurde Geschichten, die sich um christliches Leben drehen, kommen oftmals auch aus ungewohnten Richtungen.

Kreuz mit Horizont.

das Kreuz

So ist nun bekannt geworden,  dass einem christlichen Ehepaar in den USA jetzt verboten wurde, religiöse Aktivitäten in ihrem eigenen Hause durchzuführen.

Wir wissen: in den USA gilt das aus Großbritannien bekannte Prinzip des „my-home-is-my-castle“. Das kann skurrile Züge annehmen, wie die Vernarrtheit der Amerikaner für Waffen, die sie „zur Verteidigung“ ihres Heimes angeblich benötigen. Das kann aber auch so positive Konsequenzen haben wie die gutbürgerliche Einstellung, des „was in meinem Haus passiert, geht nur mich etwas an“. Bürgerfreiheit im eigenen Heim, Freiräume, in die der Staat oder diverse Organisationen nicht ohne weiteres eingreifen dürfen. Soweit so gut. Die USA standen immer für diese Werte.

Nun aber wurde Chuck und Stephanie Fromm von der kalifornischen Stadt San Juan Capistrano, wo sie wohnen, verboten,  religiöse Aktivitäten innerhalb ihres eigenen Hauses durchzuführen. Sie bekamen eine symbolische  Geldstrafe in Höhe von 300 Dollar, weil sie regelmässig Bibelstunden und Lobpreis-Kurse in ihren eigenen Vier-Wänden abhielten. Chuck Fromm ist Herausgeber des „Worship-Leader“-Magazins (Lobpreis-Leiter) und in der Schulung und Ausbildung von Lobpreis-Musikern engagiert. Er und seine Frau bestehen jedoch darauf, dass ihr Dienst in keinerlei Verbindung zu irgendeiner Kirche oder sonstigen religiösen Institution steht.

Stephanie Fromm wird folgendermassen zitiert:

Wie können sie es wagen, uns zu sagen, dass wir in unserem Haus nicht tun und lassen können, was wir wollen ? Wir haben eine Menge Geld dafür gezahlt und ich will weiterhin in der Lage sein, dort gastfreundlich zu sein.

Die Stadt San Juan Capistrano ist aber nicht verpflichtet, ohne konkreten Anlass, in dieser Sache tätig zu werden. Deshalb gehen Chuck und Stephanie Fromm davon aus, dass ein Nachbar, dem wohl die Aktivitäten des Ehepaars in irgendeiner Weise übel aufstoßen, sie angezeigt hat. Mrs. Fromm ist noch immer ungehalten darüber:

Können Sie sich vorstellen, dass es einen einzelnen Menschen gibt, der einen Anruf bei der Stadt macht und seinen Nachbarn damit das Leben in eine Hölle verwandelt ? Das ist falsch…und einfach traurig.

Das von der Familie beauftragte „Pacific Justice Institute“ ließ verlauten, dass es nach Prüfung der Fakten keinen Verstoss gegen die Regularien der Stadt San Juan Capistrano feststellen kann. Die Familie hätte weder Musik in unangemessener Lautstärke abgespielt noch übermässig viele Gäste vor oder hinter dem Haus begrüsst oder bewirtet. Der Zahlungsbefehl gegen die Fromm-Familie sei „weit übertrieben“.

BITTE BETEN SIE DAFÜR, DASS DIE WENIGEN LÄNDER, IN DENEN UNSER GLAUBE NOCH UNEINGESCHRÄNKT LEBBAR IST, AUCH WEITERHIN SICHERE HÄFEN FÜR CHRISTEN BLEIBEN, DIE AUS ÜBELSTER, MÖRDERISCHER VERFOLGUNG FLIEHEN MÜSSEN.

(Quelle: „the christian post“ vom 20. September 2011)

update vom 25. September: Mittlerweile wurde dem Ehepaar Fromm mittlerweile von den Behörden des „Orange Counties“ in Kalifornien mitgeteilt, dass, falls sie weiterhin eine „Kirche“ in ihrem Hause betrieben, sie mit weiteren 500 US-Dollar Strafe rechnen müssten. (Quelle: „the christian post“ vom 22. September 2011)

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Ein Gedanke zu “Absurde Vorboten – eine Randnotiz aus den USA

  1. Für Amerikaner ist es schwer zu verstehen, wir Deutschen kennen das Phänomen und haben sogar ein Sprichwort dafür: „Es kann der Bravste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“. Das ist leider wahr, wie der Fall eines Österreichers belegt, der vor gar nicht so langer Zeit sogar wegen des Jodelns im eigenen Garten verklagt und verurteilt wurde. Wer dabei jeweils der „böse Nachbar“ ist, sei dahingestellt.
    Wenn in Hamburg sogar schon gefordert wird, den „Ruf des Muezzin“ öffentlich zu übertragen, dann sollten wir uns Gedanken darüber machen, ob wir beim Lärmschutz vielleicht mit zweierlei Maß messen, wie auch bei der Jugendgewalt oder der Gewaltkriminalität generell (hier sei nur der Vergleich der Fälle der Berliner U-Bahnschläger genannt, wo der „deutsche“ Gewalttäter eine saftige Haftstrafe bekam und die Jugendlichen mit Mihigru wohl deutlich lascher behandelt werden, obwohl beide Taten absolut vergleichbar sind).
    Aber zurück in die USA. Ein Land, das sich gerne noch immer als „god´s own country“ bezeichnet, sollte sensibler mit seinen eigenen, religiösen Wurzeln umgehen. Sollte sich nämlich herausstellen, dass die Familie Fromm tatsächlich ihre Nachbarn nicht terrorisiert, sondern nur von einem „Christophoben“ irgendeiner Couleur aufs Korn genommen wurde, dann wäre das tatsächlich, wie in der Überschrift angedeutet, ein übler Vorbote…

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