Pakistan: Christ durch unterlassene Hilfeleistung gestorben

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte bekannt gab, ist der dreissigjährige Inhaftierte Aslam Masih am 09. September 2011 in einem Krankenhaus in Lahore verstorben. Dem wegen „Blasphemie“-Vorwürfen einsitzenden Christen wurde montalang die medizinische Versorgung verweigert.

Pakistan

Wir erinnern uns: Der Artikel 295 des pakistanischen Strafgesetzbuches stellt „blasphemische“ Äußerungen jeglicher Art bezüglich des islamischen „Propheten“ Mohammed unter Strafe. Dieser Artikel wird seit Jahren als ultimative Erstschlagwaffe von jedermann genutzt, der dem Christentum im Lande oder einem einzelnen Christen Schaden zufügen will. Fälle, in denen Besitz-Streitigkeiten plötzlich in „Blasphemieprozesse“ zu Ungunsten der daran beteiligten, christlichen Partei umgewandelt werden, häufen sich.

Nun ist Aslam Masih also verstorben. Er war zu „zweimal lebenslänglich“ nach dem o. e. Blasphemieparagraphen verurteilt worden und saß in einem Gefängnis von Lahore ein, wo ihn Mitglieder der pakistanischen Menschenrechtsorganisation „CLAAS“ im Juli 2011 besuchten. Schon damals stellten die Besucher fest, dass Aslam seltsam „mental verwirrt“ und „durch Krankheit geschwächt“ wirkte. Nachdem sie den Gefängnisdirektor darauf aufmerksam gemacht hatten und diesen aufforderten, Aslam Masih in ein Krankenhaus zur besseren Versorgung zu verlegen, wurde ihnen gesagt, dass dies „aus Sicherheitsgründen“ nicht möglich sei.

Aslam, der seit über zwei Jahren inhaftiert ist, wurde erst vor zwei Monaten überhaupt medizinische Versorgung im Gefängniskrankenhaus zugänglich gemacht. Offensichtlich war diese aber nicht ausreichend, um den angeschlagenen Gesundheitszustand des Mannes zu verbessern. Aslam Masih bekam niemals Familienbesuch während seiner Haft, was sich nun erklären lässt, da auch der Leichnam des Mannes bisher von niemandem beansprucht wird um ihn zur letzten Ruhe zu betten.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte sieht in diesem Fall eine Bestätigung für „die verstärkte und bewusste Diskriminierung von Christen“ in Pakistan.

BITTE BETEN SIE FÜR ALLE WEGEN „BLASPHEMIE“ ANGEKLAGTEN UND VERURTEILTEN CHRISTEN IN PAKISTAN.

(Quelle: „IGfM“ vom 14. September 2011)

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